Google-Reader-Alternative rüstet Hardware auf und erweitert App
Feedly: Mehr als drei Millionen neue Nutzer in wenigen Wochen
publiziert: Mittwoch, 3. Apr 2013 / 10:04 Uhr
Am 13. März kündigte Google an, im Rahmen seines Frühjahrsputzes den Google Reader zum 1. Juli einzustellen.
Am 13. März kündigte Google an, im Rahmen seines Frühjahrsputzes den Google Reader zum 1. Juli einzustellen.

Am 13. März kündigte Google an, im Rahmen seines Frühjahrsputzes den Google Reader zum 1. Juli einzustellen. Damals hiess es, dass die Nutzerzahlen gesunken seien. Das führte nicht nur zu einer Petition, in der Google dazu aufgefordert wurde, den Reader zu erhalten, sondern auch zu einem Nutzer-Boom beim alternativen RSS-Reader Feedly. Die Feedly-Entwickler versprachen kontinuierlich neue Funktionen zur Verfügung zu stellen.

In einem heute veröffentlichten Blog-Eintrag stellen die Entwickler nun einige neue Funktionen für die mobile App vor. Gleich am Anfang des Artikels sprechen sie von zwei verrückten, wunderbaren Wochen in denen mehr als drei Millionen neue Nutzer hinzu gekommen seien. Man sei glücklich über die Google-Reader-Flüchtlinge, die Feedly als neue Heimat gewählt hätten und werde alles tun, um den Umstieg so problemlos wie möglich zu machen.

Neue Funktionen: Suche, Titel-Anzeige, Google+ und mehr

Zu den neuen Funktionen gehört zum Beispiel eine überarbeitete Suche. Die «Smart-Topic-Completition» nutzt die Suchanfragen der Nutzergemeinde, um das Auffinden von Feeds einfacher und schneller zu machen. Neu dazu gekommen ist auch die Must-Read-Funktion. Werden Feeds als «Must Read» gekennzeichnet, tauchen sie ganz oben in der Feed-Auswahl und der Heute-Sektion auf. In der neuen Version ist ausserdem eine neue Geste hinzu gekommen, mit der die Ansicht aktualisiert wird. Wer schnell nach etwas suchen will, der kann die neue Titel-Ansicht nutzen, in der nur die Titel der Feeds angezeigt werden. Neu ist auch, dass ein Artikel über Google+ geteilt werden kann. In den entsprechenden Einstellungen kann nun konfiguriert werden, welcher Dienst ein Shortcut in der Menüleiste erhalten soll.

Auf Kritik stösst indes das Entfernen der Such-Funktion, mit der die eigenen Feeds durchsucht werden konnten. In den Kommentaren unter dem Blog-Eintrag heisst es dazu von Feedly, dass die Suche zu unperformant gewesen sei. Man arbeite aber an einer neuen Version, die im Laufe des Jahres hinzu kommen soll. In der Webversion ist zudem die Möglichkeit entfernt worden, Artikel per E-Mail zu teilen. Laut Feedly-Team gab es auch hier Geschwindig­keits­probleme. Da es sich bei Feedly um eine recht kleine Firma handelt, dürften Performance-Probleme wohl angesichts des Nutzer-Ansturms mehr als begründet sein. Bleibt zu hoffen, dass die Entwickler zum einen ihre Versprechen wahr machen, daran zu arbeiten und zum anderen die neuen Nutzer ihnen die Zeit geben, dieses zu tun, ohne Feedly gleich wieder zu verlassen, weil eine Funktion fehlt. Unter feedly.uservoice.com können indes neue Funktionen vorgeschlagen, bewertet und kommentiert werden.

Feedly ist für Smartphones und Tablets mit Android und iOS, sowie für die Browser Firefox, Chrome und Safari als Erweiterung verfügbar.

(Kaj-Sören Mossendorf/sda)

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