Ferrari-Doppelsieg in Imola - Sauber-Piloten 8. und 10.
publiziert: Sonntag, 14. Apr 2002 / 15:49 Uhr / aktualisiert: Montag, 15. Apr 2002 / 19:48 Uhr

Imola - Das Ferrari-Team hat im Grand Prix von San Marino in Imola (It) einen überwältigenden Erfolg herausgefahren. Michael Schumacher gewann das erste Rennen der Saison auf europäischem Boden vor Rubens Barrichello.

Schumacher besitzt nach vier von 17 Rennen bereits 14 Punkte Vorsprung vor seinem Bruder Ralf, der mit dem Williams-BMW Dritter wurde. Ferrari übernahm auch wieder die Führung in der Teamwertung. Die weiteren Punktegewinner waren Juan Montoya (Williams-BMW), Jenson Button (Renault) und David Coulthard, der mit dem McLaren- Mercedes eine Runde einbüsste. Das Sauber-Team blieb nach den teilweise sehr guten Trainingsergebnissen leicht hinter den Erwartungen zurück. Felipe Massa wurde Achter hinter Jacques Villeneuve, und Nick Heidfeld kam vor allem wegen zweier Zwischenfälle nicht über den 10. Rang hinaus.

Das über 62 Runden führende, mehrheitlich langweilige Rennen blieb vom Regen wider Erwarten verschont. Wie schon am Samstag im Qualifying entleerten sich die Wolken erst gegen Abend. Alle elf Teams hatten sich in Sachen Reifen für die weichere Gummimischung und eine Zwei-Stopp-Strategie entschieden. Sauber hatte die Taktik ganz auf das rivalisierende Renault-Team abgestimmt. Es war zu erwarten gewesen, dass Trulli und Button dank der offensichtlich hervorragenden Launch-Control ihrer Autos den aus der 7. Position gestarteten Heidfeld auf den ersten Metern versetzen würden; das war schon in Brasilien so gewesen. Sauber setzte daher die Boxenstopps sehr früh an, um die Fahrer hinter den auf der Strecke eher etwas langsameren Renault nicht versauern zu lassen.

Missverständnis am Funk

Aber die Rechnung ging zumindest bei Heidfeld nicht auf. Der Deutsche glaubte in der 16. Runde, am Funk den Befehl zum Nachtanken gehört zu haben. Er hatte sich aber getäuscht; die Boxenmannschaft war jedenfalls für den «kleinen Service» noch nicht bereit. Die Reifen wurde zwar gewechselt, aber das Nachtanken konnte nicht vonstatten gehen. Heidfeld blieb nicht nur 18 Sekunden stehen -- rund doppelt so lange wie im Normalfall -- , er musste auch drei Runden später erneut die Box ansteuern. Dieses Mal klappte das Tankmanöver, aber ein weiteres Malheur folgte auf dem Fuss: Heidfeld überschritt die Höchstgeschwindigkeit in der Boxenstrasse (80 km/h). Derartige Vergehen werden neuerdings nicht mehr mit einem Zwischenhalt, sondern einer Fahrt durch die Boxenstrasse geahndet. Der zweite planmässige Tankstopp ging nach der 38. Runde reibungslos vor sich, die Aussicht auf einen WM-Punkt war jedoch längst entschwunden.

Felipe Massa hatte sich am Samstag für den 11. Startplatz qualifiziert und so zum besten Gesamtergebnis des Sauber-Teams in diesem Jahr beigetragen. Der Brasilianer überholte auf den ersten Metern Jacques Villeneuve und kam somit direkt hinter seinen Teamkollegen zu liegen. Beide hielten das Tempo der Renault-Fahrer mühelos mit, hatten sogar das Gefühl, schneller fahren zu können, wenn sie einen Platz zum Überholen gefunden hätten. In der Schlussphase fasste sich Massa noch ein Herz und zwängte sich an Jarno Trulli vorbei auf Platz 8.

Fünftbeste Runde für Heidfeld

Peter Sauber ärgerte sich nicht allzu sehr über die Nullnummer im 150. Grand Prix: «Wir hätten heute auch ohne das Missgeschick beim ersten Stopp kaum Punkte gewinnen können», erklärte der Teamchef. Mehr machte ihm der Umstand zu schaffen, dass Renault mit Jenson Button den 5. Rang belegte und nun schon acht Punkte auf dem Konto hat. Wenn Sauber die vorgelegten Rundenzeiten zum Zeitpunkt seiner Aussage schon studiert gehabt hätte, wäre er vielleicht ein bisschen mehr enttäuscht gewesen. Wenn Heidfeld das Potenzial des Autos hätte ausschöpfen können, wäre mehr möglich gewesen, denn seine beste Zeit wurde nur von Barrichello, den beiden Schumacher und Montoya unterboten. Massa brauchte sich am Sonntag nichts vorwerfen zu lassen, wenn auch seine schnellste Runde eine Sekunde langsamer war als jene des Teamkollegen.

Zur Vorbereitung des Grand Prix von Spanien testet Sauber zusammen mit andern Teams von Dienstag bis Donnerstag in Silverstone in England. Heidfeld wird an den beiden ersten Tagen zum Einsatz gelangen, Massa am dritten.

Grand Prix von San Marino in Imola (It):

1. Michael Schumacher (De), Ferrari
2. Rubens Barrichello (Br), Ferrari, 17,9 zurück
3. Ralf Schumacher (De), Williams-BMW, 19,7
4. Juan Montoya (Kol), Williams-BMW, 44,7
5. Jenson Button (Gb), Renault, 1:23,3
6. eine Runde zurück: David Coulthard (Gb), McLaren-Mercedes
7. Jacques Villeneuve (Ka), BAR-Honda
8. Felipe Massa (Br), Sauber-Petronas
10. Nick Heidfeld (De), Sauber-Petronas

(Hans Hug, Imola /sda)

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