Ferrari-Fahrer muss in Freiburg 70'000 Fr. hinblättern
publiziert: Mittwoch, 8. Apr 2009 / 11:40 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 8. Apr 2009 / 11:56 Uhr

Freiburg - Gesalzene Rechnung: ein französischer Ferrari-Fahrer muss für seinen Tempoexzess im Kanton Freiburg rund 70'000 Franken Busse zahlen. Der Mann wurde im Sommer 2008 mit 250 Stundenkilometern auf der A12 geblitzt.

Der Mann wurde mit 250 km/h auf der Autobahn geblitzt,
Der Mann wurde mit 250 km/h auf der Autobahn geblitzt,
Die Freiburger Justiz hat den Mann nun zu einer Busse von insgesamt 150 Tagessätzen zu je 1390 Franken verurteilt. 50 Tagessätze sind unbedingt, das heisst der Franzose muss rund 70'000 Franken hinblättern. Auf den restlichen Tagessätzen ist eine Bewährung von fünf Jahren ausgesetzt.

Der Tagessatz wurde aufgrund seiner komfortablen finanziellen Lage auf 1390 Franken festgesetzt, wie Untersuchungsrichter Michel Favre mitteilte. Die Busse ist noch nicht rechtskräftig. Noch haben der Staatsanwalt und der Gebüsste 30 Tage Zeit zum Einspruch.

(fest/sda)

Lieber Aremad
Ja Aremad, es liegt in den Tagessätzen. Das Resultat ist jedoch das Gleiche. Es gibt verschiedene Bestrafungen für verschiedene soziale Stelllungen. Somit ist für mich die Rechtsgleichheit nicht geschaffen. Es gäbe andere Möglichkeiten, zum Beispiel 1jähriges oder lebenslanges Fahrverbot in der Schweiz.

Wenn wir anfangen Touristen zwischen 1000 und 100'000 CHF für Schnellfahren abzuzocken, dann kommt bald keiner mehr der sich ein Schweizer Hotel leisten kann. Man kann auch nicht von Touristen verlangen, dass sie den Bussenkatalog im Kopf haben. Für das gleiche Vergehen zahlen Sie in Europa also zwischen 500 und 50'000 €. Es gibt genügend Fallen, in die auch jeder rechtschaffene Bürger wegen einer Minute Unachtsamkeit fallen kann (zugegeben nicht gerade mit über 100 km/h zu viel).

Dieser Fall ist hart und muss hart bestraft werden. Eine Verbindung von Einkommen / Vermögen für Strassendelikt ist jedoch absolut unangebracht, solange keine Personen zu schaden kommen. Bei einer Opferentschädigung sollte das Gericht jedoch alle Möglichkeiten ausschöpfen damit der Täter im Rahmen seines Vermögens bestraft wird um Leiden der Betroffenen zu senken.

Was mir nicht in den Kopf geht ist, dass dies bei Strassendelikten offenbar möglich ist im Gegenzug aber viele Opfer von Raubüberfällen und Vergewaltigung völlig alleine gelassen werden. Es geht mir also nicht um die Verteidigung von Raser in diesem Fall, sondern darum dass ich unsere heutige Gerichtspraxis einfach nicht mehr nachvollziehen kann. Und da bin ich glaube ich nicht der Einzige.
Verhältnismässigkeit
Ich glaube, das ist ein Missverständnis: die Strafe der Anzahl Tage wäre für alle gleich, aber wieviel der Tagessatz ist, wird am Einkommen bzw. Vermögen des Mannes gemessen. Also werden ihn wohl nicht mal die 70k hart treffen. Und bei Strassendelikten ist es halt einfach, weil da alle nur nicken. Bei anderen Sachen kommen schnell die Medien und irgendwelche Pseudopsychiker und kritisieren rum.
Unverhältnismässig
Für mich ein skandalöses Urteil. Ich bin gegen Raser und für harte Bestrafungen. Es kann aber nicht sein, dass Autofahrer richterlicher Willkür ausgesetzt sind. Es gilt die Rechtsgleichheit für Alle. Wohin führt den das? 8 Jahre für einen Raubüberfall für Normalverdiener und lebenslänglich für Reiche. Vor dem Gesetz sind alle gleich. Hiess es das nicht einmal?

Dieses Urteil passt höchstens in die gegenwärtige Neid- und Sozi-Diskussion in Europa.

Es erstaunt mich immer wieder, wie gewisse Richter bei Strassenverkehrsverletzungen hart für den Staat durchgreifen können um die Staatskässeli zu füllen. Wieviele Opfer von Gewaltdelikten wie zum Beispiel Vergewaltigungen würden von einer solchen Entschädigung träumen? Aber nein, die Täter lässt man ja beim ersten Mal sogar wieder laufen und von Opferbetreuung oder Entschädigung ganz zu schweigen.

Unsere Richter haben die Prioritäten und das Mass völlig verloren und sind fernab vom Rechtsverständnis der Mehrheit der Bevölkerung.
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