Tierschutz
Feuersalamander ist die Amphibie des Jahrs 2016
publiziert: Sonntag, 3. Jan 2016 / 17:24 Uhr
Der Feuersalamander ist Amphibie des Jahres 2016.
Der Feuersalamander ist Amphibie des Jahres 2016.

Bern - Der Feuersalamander ist der Lurch oder die Amphibie des Jahres 2016. Das Tier kommt in der Schweiz in weiten Teilen des Landes vor, ist aber gefährdet. Nördlich der Alpen lebt die Unterart salamandra salamandra terrestris, südlich salamandra salamandra.

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Zum Lurch des Jahres wurde der Feuersalamander von der Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz Schweiz (karch) und der deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) gewählt, wie die beiden Organisationen am Sonntag mitteilten.

In manchen Landesteilen sind Larven des Feuersalamanders in fast jedem Bach zu finden. In anderen Gegenden ist das Tier weit seltener, etwa im Mittelland.

Der Feuersalamander besiedelt vor allem tiefere Lagen mit einem Schwerpunkt auf etwa 500 Metern über Meer. Im Tessin finden sich sowohl das tiefste (200 m ü. M.) als auch das höchste Verbreitungsgebiet (1680 m). Entlang der Alpenflüsse dringt er aber weit in die Alpen ein. In den nördlichen Alpentälern treffen sich die aneinandergrenzenden Verbreitungsgebiete von Feuer- und Alpensalamander (salamandra atra).

Vom Aussterben bedroht

Nördlich der Alpen ist der Feuersalamander strikt nachtaktiv. Erwachsene Tiere sind meist nur bei Regenwetter zu beobachten. Das Tier steht auf der Liste gefährdeter Arten. In etwa einem Fünftel der Bäche, wo es früher vorkam, wurde es bei jüngsten Feldbeobachtungen nicht mehr bestätigt.

Dabei setzt ihm der Besatz von normalerweise fischfreien Bächen mit Fischen zu. Junge Bachforellen attackieren die Larven. Auch Gewässerverschmutzung dürfte beim Rückgang mitspielen und zudem tauchte jüngst eine bisher ungeklärte Krankheit auf.

(pep/sda)

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