Fidschi-Inseln: Militär droht mit Gewalt
publiziert: Mittwoch, 6. Dez 2006 / 08:41 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 6. Dez 2006 / 09:04 Uhr

Suva - Nach dem Putsch auf den Fidschi-Inseln hat das Militär mit einem scharfen Vorgehen gegen jeden Widerstand gedroht. Das Militär werde einen Aufstand sehr schnell niederschlagen, warnte Armee-Chef Frank Bainimarama.

Der jüngste Putsch ist der vierte innerhalb von 20 Jahren auf den Fidschi-Inseln.
Der jüngste Putsch ist der vierte innerhalb von 20 Jahren auf den Fidschi-Inseln.
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«Sollten wir dazu gezwungen werden, Gewalt anzuwenden, will ich betonen, dass wir das sehr schnell tun werden», sagte er auf einer Medienkonferenz. Bainimarama hatte zuvor den Ausnahmezustand auf den Inseln ausgerufen. Soldaten nahmen potenzielle Gegner der neuen Regierung fest.

Der Armee-Chef hatte sich zu Wochenbeginn an Stelle von Präsident Ratu Josefa Iloilo zum Staatsoberhaupt erklärt und Ministerpräsident Laisenia Qarase abgesetzt. Er begründete die Machtübernahme damit, dass der Regierungschef nicht hart genug gegen die Verantwortlichen des vorherigen Putsches vorgegangen sei.

Zu friedlichem Protest aufgerufen

Qarase rief die Menschen derweil zu friedlichen Protesten auf. Der Politiker verliess, auf die Forderung der Streitkräfte hin, die Hauptstadt Suva. Er flog zu einer Insel, auf der sich sein Heimatdorf befindet. Er verliess Suva auf die Forderung der Streitkräfte hin. An seinem Haus versammelten sich nach dem Umsturz Anhänger der Regierung.

Der Parlamentspräsident, der amtierende Polizeichef und andere Menschen wurden in Kasernen der Hauptstadt Suva interniert. Andere Ministerposten wurden an Offiziere vergeben. Es gab keine Berichte über Gewalt.

Reisewarnung

Australien entsandte drei Kriegsschiffe, um Staatsangehörige zu evakuieren. Das Schweizer Aussenministerium hatte bereits vor einer Woche die Reisehinweise verschärft: Von Touristen- und anderen nicht dringenden Reisen wird abgeraten.

UNO-Generalsekretär Kofi Annan verurteilte die Machtübernahme durch Bainimarama. Die USA setzten Hilfszahlungen vorübergehend aus. Grossbritannien stoppte seine Militärhilfen, auch Australien und Neuseeland kündigten Sanktionen gegen das Land an, in dem rund 900 000 Menschen leben.

Der jüngste Putsch ist der vierte innerhalb von 20 Jahren auf den Fidschi-Inseln.

(fest/sda)

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