Finalplätze für Frieden und Huser
publiziert: Sonntag, 28. Jan 2007 / 15:25 Uhr

Olympiasiegerin Tanja Frieden und Marco Huser schafften an den X-Games in Aspen, Colorado (USA) den Sprung ins Finalfeld der Boardercrosser. Durch fremdes Verschulden blieb ihnen ein Top-3-Rang allerdings verwehrt.

Tanja Frieden: «Damit kann man sich nichts kaufen.» (Archivbild)
Tanja Frieden: «Damit kann man sich nichts kaufen.» (Archivbild)
Stinksauer äusserte sich vor allem Frieden. Der jugendliche Leichtsinn der 16-jährigen Norwegerin Helene Olafsen, die in Arosa überraschend den Bronzeplatz erreicht hatte, brachte die Berner Oberländerin um eine wesentlich bessere Klassierung.

«Sie stellte im unmöglichsten Moment ihr Brett quer, ich konnte nicht mehr ausweichen und stürzte heftig.» Anstatt die Entscheidung an der Spitze zu beeinflussen, war für Frieden das Rennen deshalb schon früh beendet. Sie prallte praktisch ungebremst in die nächste Welle und rang minutenlang nach Atem und Fassung.

Besonders bitter war das Scheitern deshalb, weil Frieden in der Qualifikation mit über einer Sekunde Vorsprung die schnellste Zeit realisiert und auch im Halbfinal klar dominiert hatte.

«Es wurde mir wieder einmal bewusst, dass man sich damit nichts kaufen kann», sagte Frieden, die nach der WM in Arosa (7.) auch am zweiten wichtigen Anlass der Saison durch Fremdeinwirkung gebremst wurde.

Jacobellis' Déjà-Vu

Auch Mellie Francon und die WM-Zweite Sandra Frei kamen in Aspen nicht wie gewünscht auf Touren. Beide schieden nach Eigenfehlern in ihrer jeweiligen Halbfinal-Serie aus und klassierten sich in den Rängen 10 (Francon) und 12 (Frei).

Ein Déjà-Vu der üblen Sorte erlebte derweil Weltmeisterin Lindsey Jacobellis. Wie im Olympia-Final 2006, als sie wegen eines völlig unnötigen Tricks über den letzten Sprung stürzte und Frieden noch vorbeiziehen lassen musste, brachte das US-Girl auch an den X-Games den Sieg nicht ins Ziel.

Jacobellis hängte nach dem rund 30 Meter weiten Sprung über den letzten Kicker an der Kante ein und kam zu Fall. Davon profitierte diesmal die 20-jährige Kalifornierin Joanie Anderson.

Huser guter Fünfter

Marco Huser, der einzige eingeladene Schweizer Boardercrosser, erreichte zwar auf souveräne Weise den Final, in jenem spielte er aber schon früh keine entscheidende Rolle mehr.

Der 27-jährige Glarner startete schwach und wurde zudem am dritten Sprung vom gestürzten Franzosen Paul-Henri Delerue weit von der Ideallinie abgedrängt.

Mit einigem Abstand hinter seinem Ausrüster und «Teamchef» Shaun Palmer reihte sich Huser letztlich als Fünfter ein. Das Rennen gewann der WM-Dritte Nate Holland (USA).

Resultate:
Aspen, Colorado (USA). X-Games. Snowboardcross (6er-Läufe). Männer: 1. Nate Holland (USA). 2. Xavier Delerue (Fr). 3. Seth Wescott (USA). 4. Shaun Palmer (USA). 5. Marco Huser (Sz). 6. Paul-Henri Delerue (Fr). -- Frauen: 1. Joanie Anderson (USA). 2. Lindsey Jacobellis (USA). 3. Maelle Ricker (Ka). 4. Jordan Karlinski (USA). 5. Helene Olafsen (No). 6. Tanja Frieden (Sz). Ferner: 10. Mellie Francon. 12. Sandra Frei.

Slopestyle. Männer: 1. Andreas Wiig (No) 89,66. 2. Jussi Oksanen (Fi) 84,66. 3. Shaun White (USA) 83,33. 4. Antti Autti (Fi) 83,00. 5. Mathieu Crepel (Fr) 80,33.

(rr/Si)

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