Finanzdirektor leitet Genfer Stadtpolizei
publiziert: Mittwoch, 31. Mai 2006 / 14:55 Uhr

Genf - Der Genfer Polizeidirektor André Hédiger ist ab Donnerstag vorläufig nicht mehr für die Stadtpolizei verantwortlich.

André Hédiger glaubt an einen Komplott gegen ihn.
André Hédiger glaubt an einen Komplott gegen ihn.
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Dies hat die Genfer Stadtregierung wegen des Strafverfahrens gegen Hédiger in der Bussen- Affäre beschlossen.

Interimistisch übernimmt der liberale Finanzdirektor Pierre Muller die Aufsicht über die Stadtpolizei, wie die Genfer Stadtregierung mitteilte. Diese Lösung soll für die Dauer des Strafverfahrens gegen Hédiger gelten.

Seine Anwaltskosten wird Hédiger aus der eigenen Tasche zahlen. Dies beschloss die Stadtregierung auf Antrag des Polizeidirektors selbst. Je nach Ausgang des Verfahrens schliesst die Stadtregierung aber nicht aus, sich trotzdem an den Kosten zu beteiligen.

Hédiger gewählt

Am Donnerstag wird Hédiger für ein Jahr sein Amt als Genfer Stadtpräsident antreten. Der kommunistische Polizeidirektor war gegen den Widerstand seiner Regierungskollegen Manuel Tornare (SP) und Patrice Mugny (Grüne) von der Exekutive gewählt worden.

Unterstützt wurde Hédiger von Christian Ferrazino von der Linksallianz. Finanzdirektkor Muller enthielt sich im Gremium seiner Stimme.

Die Bussen-Affäre war Ende März losgetreten worden. Hédiger wird vorgeworfen, in den letzten 10 Jahren 35 gegen ihn ausgestellte Parkbussen eigenhändig annulliert zu haben. Ebenfalls soll der Politiker Bussen gegen Drittpersonen aufgehoben haben.

Hédiger spricht von einem Komplott

Hédiger verteidigte sich vehement und sprach von einem Komplott des politischen Gegners und speziell des Generalstaatsanwalts Daniel Zappelli.

Dieser eröffnete umgehend ein Verfahren. Ende Mai ist Hédiger erstmals von einem Untersuchungsrichter einvernommen worden.

Die Angelegenheit ist juristisch umstritten. Auf dem Pult des Untersuchungsrichters liegen nicht weniger als sieben Rechtsgutachten mit unterschiedlichen Standpunkten. Im Strafverfahren werden nun im Laufe des nächsten Monats Zeugen angehört. Auch Hédiger wird nochmals vor dem Richter erscheinen müssen.

(rr/sda)

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