Finanzhilfen sollen afghanische Bauern vom Opiumanbau abbringen
publiziert: Dienstag, 19. Sep 2006 / 09:06 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 3. Okt 2006 / 17:54 Uhr

Kabul - Die internationale Gemeinschaft sollte nach Meinung der Vereinten Nationen weitaus mehr Entwicklungshilfe in Afghanistan leisten. Damit sollen die Bauern vom Opiumanbau weggebracht werden.

In Afghanistan gebe es in diesem Jahr eine Rekordernte von Rohopium.
In Afghanistan gebe es in diesem Jahr eine Rekordernte von Rohopium.
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Bis jetzt sei die Welt in dieser Region «nicht so grosszügig» wie bei anderen Projekten, sagte der Direktor des UNO-Büros für Drogen und Kriminalität, Antonio Maria Costa, am Montag in New York.

Nach einem Bericht seiner Behörde gibt es in Afghanistan in diesem Jahr eine Rekordernte von Rohopium, dem Ausgangsstoff für die Heroinproduktion.

Demnach stieg der afghanische Opiumanbau um fast zwei Drittel auf 6100 Tonnen. Das sind 92 Prozent des weltweiten Rohopiums.

Costa ist besorgt, dass diese Entwicklung, die die afghanische Regierung um den Präsidenten Hamid Karsai in Bedrängnis bringen könnte.

Unterstützung für Bauern

Der UNO-Vertreter führt die angespannte Lage in den südlichen Provinzen Afghanistans auf die wachsende Opium-Produktion zurück. Dort hätten nicht die Regierungen das Sagen, sondern «Kugeln und Schmiergeld», so Costa. Dort würden die Bauern von den Aufständischen beim Opiumanbau «beraten und unterstützt».

Allerdings floriere die Opiumproduktion auch in relativ ruhigen Provinzen wie Badakhschan im Nordosten Afghanistans. Einen Ausweg sieht der UNO-Direktor in der Fortsetzung der Politik von «Zuckerbrot und Peitsche».

So müsse die Korruption auf allen Machtebenen bekämpft werden. Gleichzeitig sollten die armen afghanischen Bauern mehr von der internationalen Hilfe profitieren.

Costa schlug vor, mehr Geld in den Aufbau der Infrastruktur fliessen zu lassen, um langfristig bessere Lebensbedingungen für afghanische Bauern zu schaffen.

(bert/sda)

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