Finanzielle Hilfe für kriegsmüde Taliban
publiziert: Donnerstag, 28. Jan 2010 / 17:58 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 28. Jan 2010 / 22:17 Uhr

London - Im Bemühen um eine Wende in Afghanistan reicht die internationale Gemeinschaft kriegsmüden Mitläufern der Taliban die Hand zur Versöhnung. Wer der Gewalt abschwört, soll wirtschaftliche Hilfe auf dem Weg zurück in ein normales Leben bekommen. Die Taliban lehnten das Angebot ab.

Der britische Premierminister Gordon Brown. (Archivbild)
Der britische Premierminister Gordon Brown. (Archivbild)
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Die Mittel für das Programm sollen aus einem Reintegrationsfonds mit 500 Millionen Dollar kommen. «Das ist gegenstandslos und ohne Aussicht», hiess es in einer Internet-Erklärung der Aufständischen zu dem Angebot.

Diejenigen, die sich der Aussöhnung verweigerten, würden weiter vom Militär verfolgt, sagte der britische Premierminister Gordon Brown auf der internationalen Afghanistan-Konferenz mit Ministern aus 60 Staaten in London. Dies gelte besonders für Anhänger der Al-Kaida. «Wir werden sie besiegen - nicht nur auf dem Schlachtfeld, sondern auch in den Herzen und Köpfen der Menschen.»

Im Bemühen um die Stabilisierung Afghanistans stehe die Welt am Scheidepunkt; die Zeit werde knapp, sagte Brown. «Bis Mitte 2011 müssen wir das Blatt wenden.» Dazu sei eine massive Aufstockung der NATO-Truppen ebenso nötig wie eine deutliche Erhöhung der zivilen Wiederaufbau-Hilfe.

Zugleich beginne mit der Londoner Konferenz die Phase der Rückgabe der Verantwortung an die Afghanen. So soll die Regierung in Kabul über die Hälfte der internationalen Hilfsgelder künftig selbst verfügen, wie aus dem Schlussdokument hervorgeht. Sollte der Kampf gegen Korruption und Misswirtschaft im Land allerdings keine Fortschritte machen, wollen die Geberstaaten die Verwaltung der Gelder wieder stärker an sich ziehen.

(bert/sda)

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