Rückkehrhilfe-Programm gestartet
Finanzielle Rückkehrhilfe für tunesische Auswanderer
publiziert: Sonntag, 22. Jul 2012 / 14:09 Uhr
Tunesische Asylsuchende erhalten grosszügige finanzielle Anreize, wenn sie sich für eine Rückkehr in ihre Heimat entschliessen.
Tunesische Asylsuchende erhalten grosszügige finanzielle Anreize, wenn sie sich für eine Rückkehr in ihre Heimat entschliessen.

Bern - Der Bund will Tunesierinnen und Tunesier, die in der Schweiz um Asyl bitten, mit finanziellen Anreizen zur raschen Rückkehr in die Heimat motivieren. Mitte Juli ist das Programm angelaufen. Ziel ist unter anderem, dem Platzmangel in den Unterkünften abzuhelfen.

Plan ist ein unabhängiges Hilfswerk, das sich weltweit für benachteiligte Kinder und deren Familien stark macht.
3 Meldungen im Zusammenhang
Michael Glauser, Sprecher des Bundesamts für Migration (BFM), bestätigte gegenüber der sda einen Bericht der «SonntagsZeitung». Grundsätzlich erhält jede erwachsene Person 1000 Franken und jedes Kind 500 Franken. Ausbezahlt wird das Geld nach der Rückkehr in Tunesien.

Geld und Beratung für Projekte

Mehr Geld kann laut Glauser ausbezahlt werden, wenn Heimkehrer etwas Konkretes vorhaben, etwa die Eröffnung eines Geschäfts. Asylbewerber, für deren Verfahren die Schweiz zuständig ist, erhalten bis zu 4000 Franken. An Asylsuchende, für deren Gesuch ein Dublin-Staat zuständig ist, werden bis 3000 Franken ausbezahlt.

Ausserdem gibt es die Möglichkeit, für Gemeinschaftsprojekte bis zu 15'000 Franken zu erhalten. Zudem werden die Tunesier in der Schweiz und in Tunesien beraten.

Angesprochen sind Menschen, deren Verfahren läuft oder noch gar nicht eröffnet worden ist. Keine Rückkehrhilfe erhalten Abgewiesene sowie Personen, die in der Schweiz straffällig geworden sind.

Die zuständigen Stellen in der Schweiz wollen nun beobachten, wie sich die Rückkehrhilfe entwickelt. Sollte es zu Missbräuchen kommen, könne das Programm rasch gestoppt werden, sagte Glauser. Die Rückkehrhilfe sei in Zusammenhang mit der von der Schweiz und Tunesien beabsichtigten Migrationspartnerschaft ausgebaut worden.

Direkte Rückführung in Prüfung

Das BFM prüft zurzeit, ob Dublin-Fälle aus Tunesien künftig direkt ins Heimatland statt ins für ihr Asylgesuch zuständige Vertragsland zurückgeschickt werden können. Gemäss der «SonntagsZeitung» hält die Vereinigung der Kantonalen Migrationsbehörden (VKM) den Vorschlag für prüfenswert.

Die Schweiz könne über den in den Sommerferien eingebrachten Vorschlag nicht selbst entscheiden, sagte BFM-Sprecher Glauser. Die anderen Dublin-Vertragsstaaten, Tunesien und die Kantone müssten sich einverstanden erklären.

In der Schweiz stellen nach wie vor viele Menschen aus Tunesien ein Asylgesuch - 611 waren es von April bis Juni 2012 und 2547 im Jahr 2011.

(asu/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
1
Forum
Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die Rückkehrhilfe für Tunesierinnen und Tunesier findet Anklang. Nach Auskunft des Bundesamts für Migration (BFM) ... mehr lesen 2
Rückkehrhilfe-Programm für Asylbewerber aus Tunesien angelaufen.
Bundesrätin Simonetta Sommaruga.
Brüssel/Nikosia - Die EU-Innenminister setzen auf eine einheitlichere ... mehr lesen
Tunis - Die erleichterte Rückführung von abgewiesenen Asylsuchenden aus Tunesien ist besiegelt: Justizministerin ... mehr lesen 1
Bundesrätin Simonetta Sommaruga unterzeichnete heute das Abkommen.
Unglaublich!
Haftkosten, Sozialhilfe, Rückkehrgelder, Nothilfe, Sonderflüge etc.
Viel was da auf den Steuerzahler zukommt, nach wie vor!
Gemeinnützige internationale Hilfsorganisation
Plan ist ein unabhängiges Hilfswerk, das sich weltweit für benachteiligte Kinder und deren Familien stark macht.
Bei den Flüchtlingen handelt es sich überwiegend um muslimische Rohingya aus Myanmar. (Archivbild)
Bei den Flüchtlingen handelt es sich ...
Rettung in Sicht  Kuala Lumpur - Malaysia will jetzt tausende auf überfüllten Fischerbooten im Meer vermutete Flüchtlinge retten. 1
Spaniens Behörden haben Aufenthaltsgenehmigung ausgestellt  Madrid - Spaniens Behörden haben einem kleinen Jungen aus der Elfenbeinküste eine Aufenthaltsgenehmigung ausgestellt. Der Flüchtling war von Grenzschützern an der Exklave Ceuta in einem Koffer entdeckt worden.  
Sicht der Finanzkontrolle bewährt  Bern - Der Beitrag der Schweiz an die EU-Erweiterung in Osteuropa hat sich aus ...
Die EFK will Projekte künftig besser aussuchen.
Titel Forum Teaser
Claudio Beretta ist Doktorand in Umweltwissenschaften an der ETH Zürich.
ETH-Zukunftsblog Gegen Verschwendung: Einfach alles aufessen? In Sachen Essen wäre in Industrieländern ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
FR SA SO MO DI MI
Zürich 4°C 10°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 4°C 12°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 6°C 12°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Bern 6°C 16°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 7°C 14°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Genf 8°C 17°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 12°C 23°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten