Finde den April-Scherz!
publiziert: Dienstag, 1. Apr 2014 / 12:00 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 8. Apr 2014 / 12:33 Uhr
König Carl XVI Gustaf von Schweden: Repräsentationspflichten als Gripen-Gegen-Deal.
König Carl XVI Gustaf von Schweden: Repräsentationspflichten als Gripen-Gegen-Deal.

In der heutigen Kolumne ist ein Aprilscherz versteckt. Können Sie ihn finden? Doch glauben Sie bitte, das ist gar nicht so einfach. Echt.

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Schweiz:: Wie ja schon lange bekannt ist, soll der Kauf der Gripen-Kampfjets mit jeder Menge Gegengeschäften kompensiert werden. Die Erfolge sind denn auch durchschlagend: Es wurden bereits 100erte Seiten mit Details zu Absichtserklärungen gefüllt, laut denen Trainingsflugzeuge nach Schweden verkauft und ein Sotwareentwicklungszentrum gebaut werden könnten, wenn denn die Sterne günstig stehen. Ausserdem denke das Schwedische Königshaus darüber nach, Repräsentationsdienste im Wert von 250 Millionen Franken gratis der Schweiz zur Verfügung zu stellen.
«Die Schweiz kann davon nur profitieren. Wir werden sowieso andauernd mit Schweden verwechselt, und ein König auf Staatsbesuch macht garantiert mehr her, als der durchschnittliche Bundespräsident, an den sich nach 2 Tagen kein Mensch mehr erinnern kann», konnte man es in den Fluren des EDA tuscheln hören.

Deutschland: Grosse Erleichterung im NSA Skandal. Einen Tag nach den letzten Enthüllungen zur angeblichen Belauschung der Deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel durch den US-Geheimdienst NSA nun die Entwarnung vom Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert: «Es ist wohl Zeit, endlich gewisse Dinge klar zu stellen: Der NSA hat die Bundeskanzlerin zu keiner Zeit abgehört. Sämtliche Daten, die angeblich gestohlen und jetzt offen gelegt wurden, sind vom Bundeskanzleramt selbst der NSA geliefert worden. Dies, weil wir im Rahmen von Sparbemühungen die Terminplanung und -koordination der Kanzlerin und der Bundesregierung an einen vertrauenswürdigen Partner mit hoher Kompetenz im Bereich der Datensicherheit ausgelagert haben. Die jüngsten Enthüllungen lassen uns aber stark an der Kompetenz der NSA in diesem Bereich zweifeln, weshalb wir derzeit mit einer anderen Regierung in Verhandlungen stehen. Allerdings stocken diese Gespräche auf Grund jüngster politischer Entwicklungen etwas, weshalb wir vorerst noch beim NSA bleiben werden.»

Frankreich: Um die Wählerschaft, die bei den Kommunalwahlen einen Rechtsdrall hin zum «Front National» gemacht hat, wieder zurück zu holen, ersetzt Präsident Hollande den bisherigen, weitgehend farblos gebliebenen Premier Jean-Marc Ayrault mit dem aus dem rechten Spektrum der Sozialisten stammenden Manuel Valls. Dieser soll in den nächsten Jahren die Wirtschaft stärken, soziale Gerechtigkeit herstellen und die Kaufkraft der Franzosen erhöhen. Ausserdem ist er zuständig für das Ende von Ineffizient und Schlendrian in der Regierung, gutes Wetter in den Tourismusgebieten und eine Verbesserung vom Image des Präsidenten.
Als die ersten grünen Minister ankündigten, nicht unter Valls dienen zu wollen, liess Hollande seine Koalitionspartner wissen, dass er mit keinen politischen Kräften Berührungsängste habe und die Grünen schnell durch eine andere, kleinere Partei ersetzt wären, wenn es denn nur dem Machterhalt diene.

Türkei: Nachdem der in den letzten Kommunalwahlen erfolgreiche Premier Erdogan die frei erreichbaren DNS-Server ausserhalb der Türkei auf interne Server umleiten liess, um unliebsame Aufrufe von YouTube und Twitter ins Leere laufen zu lassen, liess er heute morgen das Ende des Internets in der Türkei ankünden: «Die Türkei braucht kein Internet, die Türkei braucht ein 'Türknet'. Alles Wissen, dass ein guter Bürger braucht, kann in unserem Land gefunden werden!» Als nächstes würden auch die Telefonleitungen ins Ausland gekappt werden, denn nur wer das Land verraten wolle, wolle mit Ausländern telefonieren.

Wirtschaft: Schon wieder ein Devisenskandal in den neben vielen anderen Grossbanken auch die UBS und die CS verwickelt seien. Es handle sich dieses Mal um die Festlegung von Devisenkursen durch illegale Absprachen. Die CS bestreitet derzeit noch jede Beteiligung, während von der UBS bislang gar nichts zu hören war. Ein Bankmitarbeiter äusserte sich vertraulich bei einem Absacker am Feierabend in etwa so: «Uns wird immer zum Vorwurf gemacht, dass wir Verluste der Allgemeinheit abträten und die Gewinne einkassierten - aber wenn wir die Gewinne direkt von der Allgemeinheit abzocken, ohne Verluste zu machen, ist das auch wieder schlecht - kann man's eigentlich niemandem recht machen?»

Haben Sie den April-Scherz gefunden? Nein? Lassen Sie sich davon nicht verdriessen. Es geht dem Autor genau so.

(Patrik Etschmayer/news.ch)

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