Der Umgang mit dem Töten
Fischerei-Verband reagiert auf Kritik
publiziert: Donnerstag, 26. Mai 2016 / 12:06 Uhr
Die EKAH forderte einen achtsamen und sorgfältigen Umgang mit Fischen. (Symbolbild)
Die EKAH forderte einen achtsamen und sorgfältigen Umgang mit Fischen. (Symbolbild)

Bern - Der Schweizerische Fischerei-Verband SFV will weiterhin kein Mindestalter für Angler. Anders als Tierschutzorganisationen verlangen, sollen Kinder Fische weiterhin töten dürfen, wenn sie einen Kurs zum tierschutzgerechten Umgang mit Fischen besucht haben.

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Damit reagiert der Fischerei-Verband SFV auf Kritik am Umgang mit Fischen. Die Forderungen des Schweizer Tierschutzes (STS), Kindern das Töten von Fischen zu verbieten und ein Mindestalter einzuführen, hatten letztes Jahr medial hohe Welle geworfen.

Kritik wurde aber auch von der Eidgenössische Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausserhumanbereich (EKAH) laut. Diese kam 2014 zum Schluss, dass zumindest bestimmte Fische Schmerzen empfinden. Sie forderte deshalb einen achtsamen und sorgfältigen Umgang mit Fischen.

Wenige schwarze Schafe

Ansetzen will der SFV beim Sachkundenachweis Fischerei. Er verlangt vom Bund, dass dieser Kurs für obligatorisch erklärt wird, wie SFV-Zentralpräsident und SP-Ständerat Roberto Zanetti am Donnerstag vor den Medien in Bern erklärte. Wer über diesen Nachweis verfüge, sei im tierschutzgerechten Umgang mit Fischen ausgebildet.

In dem Kurs werden Themen wie artgerechte Köderwahl, Widerhaken, fachgerechtes Töten oder die Aufbewahrung der gefangenen Fische (Hältern) behandelt.

Obwohl dieser Kurs bislang nicht obligatorisch ist, verfügt die grosse Mehrheit der 140'000 Fischerinnen und Fischer in der Schweiz über den offiziellen Sachkundenachweis Fischerei. Im Auge hat der Verband vor allem die 30'000 Fischer, die den Kurs nicht besucht haben, und neue Fischer. Um fehlbare Fischer zu ahnden, sollen mehr Kontrollen durchgeführt werden.

Eltern entscheiden

Dagegen will der SFV kein Mindestalter für Kinder. Er fordert aber, dass minderjährige Anglerinnen und Angler in Zukunft von einer Person, die den Sachkundenachweis besitzt, begleitet wird. Dies bedeutet auch, dass Kinder Fische nur mehr töten dürfen, wenn sie über einen solchen Nachweis verfügen.

Nach Ansicht des Verbandes soll es in der Selbstverantwortung der Eltern liegen, ob und ab welchem Alter ihr Kind einen Kurs besuchen und fischen gehen soll. Heute gibt es in den Kantonen unterschiedliche Regelungen.

(cam/sda)

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