«Öffnet die Grenzen»
Flüchtlinge demonstrieren in Piräus und auf Lesbos
publiziert: Donnerstag, 17. Mrz 2016 / 11:40 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 17. Mrz 2016 / 13:23 Uhr
Hunderte Flüchtlinge haben für ihre Weiterreise demonstriert.
Hunderte Flüchtlinge haben für ihre Weiterreise demonstriert.

Athen - Hunderte Flüchtlinge haben am Donnerstag rund um den Hafen von Piräus für ihre Weiterreise nach Mitteleuropa demonstriert. «Öffnet die Grenzen», skandierten die überwiegend aus Syrien, Afghanistan und Pakistan stammenden Menschen, wie Reporter vor Ort berichteten.

5 Meldungen im Zusammenhang
Auch auf der Insel Lesbos kam es Medienberichten zufolge zu Demonstrationen. Vor dem Registrierzentrum (Hotspot) bei Moria versammelten sich rund 400 überwiegend aus Pakistan stammende Flüchtlinge. Sie protestierten gegen Rückführungen im Schnellverfahren.

Athen hat nach offiziellen Angaben seit Jahresbeginn gut 600 Flüchtlinge aus Algerien, Tunesien, Marokko, Pakistan und Bangladesch zurück in die Türkei geschickt. Grundlage dafür ist ein Rückführungsabkommen zwischen Athen und Ankara.

Weitere Flüchtlinge erwartet

Unterdessen kamen auch am Donnerstag wieder fast 550 Flüchtlinge von den Inseln Lesbos und Chios im Hafen Piräus an. Für den Nachmittag wurde eine weitere Fähre mit etwa 300 Flüchtlingen an Bord erwartet, berichtete das Staatsradio. In Piräus harren mittlerweile mehr als 4000 Menschen in Lagerhallen und in Zelten aus.

Gleichzeitig ging die Zahl der Flüchtlinge, die aus der Türkei auf die griechischen Inseln übersetzten, deutlich zurück. Die griechischen Behörden registrierten am Mittwoch und bis Donnerstagmorgen nur rund 240 Menschen. In den vergangenen sieben Tagen waren im Durchschnitt 1260 Flüchtlinge gekommen.

Allein in Griechenland kamen nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) seit Anfang 2015 mehr als eine Million Flüchtlinge auf dem Weg über das Mittelmeer an. Derzeit befinden sich nach Behördenabgaben etwa 45'500 registrierte Flüchtlinge im Land.

(sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Brüssel - Das geplante Abkommen EU-Türkei zur Bewältigung der Flüchtlingskrise muss nach den Worten von EU-Ratspräsident Donald Tusk für alle 28 Mitgliedsländer akzeptabel sein. ... mehr lesen
Istanbul - Deutsche Vertretungen in der Türkei sind wegen konkreter Hinweise auf ... mehr lesen
Der deutsche Aussenminister bestätigt konkrete und ernstzunehmende Hinweise auf terroristische Attentate.
Athen - Rund 800 Flüchtlinge haben ... mehr lesen 1
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Fluchtroute auf der Seestrecke zwischen Nordafrika ...
Erschreckende Zahlven von der UNO  Berlin - Bei Bootsunglücken im zentralen Mittelmeer sind in der zurückliegenden Woche nach UNO-Angaben wahrscheinlich mindestens 880 Flüchtlinge umgekommen - und damit weit mehr als ohnehin schon befürchtet. mehr lesen 
Amnesty International berichtet  Kabul - Die Zahl der Binnenflüchtlinge hat sich wegen des Kriegs in Afghanistan in nur drei Jahren mehr als ... mehr lesen  
Afghanische Binnenflüchtlinge vegetierten unter «abscheulichen Bedingungen gerade so am Rande des Überlebens dahin». (Symbolbild)
353 Millionen Franken für den Asylbereich  Bern - Der Nationalrat hat am Dienstag die Staatsrechnung 2015 sowie die Nachtragskredite zum laufenden Budget deutlich genehmigt. Vor allem die zusätzlichen Kosten für das Asylwesen gaben aber im Rat zu reden. mehr lesen   1
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 10°C 12°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Basel 11°C 14°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
St. Gallen 9°C 10°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Bern 10°C 13°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Luzern 10°C 13°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Genf 11°C 14°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 8°C 18°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten