Flüchtlinge kehren zurück
publiziert: Freitag, 18. Aug 2006 / 16:04 Uhr

Genf - In Libanon ist der Grossteil der geflohenen Menschen zurückgekehrt. Nach UNO-Angaben reisten in den vergangenen Tagen rund 520 000 Vertriebene und Flüchtlinge in ihre Heimatstädte und Dörfer zurück.

Viele Flüchtlinge haben kein Zuhause mehr.
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Über 200 000 durch die israelischen Angriffe vertriebene Menschen seien wieder im Süden Libanons.

Und weitere 200 000 Menschen kehrten in den südlichen Teil der Hauptstadt Beirut zurück, wie die Sprecherin des Welternährungsprogramm (WFP), Christiane Berthiaume, in Genf mitteilte.

Von 180 000 nach Syrien geflohenen Menschen verblieben noch etwa 60 000 im nördlichen Nachbarland Libanons. Sie warteten auf Informationen über den Zustand ihrer Häuser und Wohnungen, wie das UNO-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) erklärte.

Massenunterkünfte weitgehend leer

Die übrigen 120 000 reisten zurück. Sowohl in Syrien wie auch in Libanon seien die provisorischen Massenunterkünfte weitgehend leer, hiess es weiter.

In Sidon seien am Donnerstagabend von 130 000 vertriebenen Menschen bis auf 13 000 alle wieder in die Stadt gekommen. Für die täglich mehreren Hilfs-Konvois habe sich der Zugang stark verbessert, sagte WFP-Sprecherin Berthiaume.

Einzig die nicht explodierte Munition stelle noch eine Gefahr dar. Inzwischen hat ein chinesisches Spezialistenteam seine Arbeit aufgenommen. Experten rechnen mit zwei bis drei Wochen, bis die am stärksten beschossenen Ortschaften gefahrenfrei sind.

Hilfsarbeit geht weiter

Das WFP brachte bisher 1800 Tonnen Nahrungsmittelhilfe in die Kriegsregion. Dies genüge zur Versorgung von etwa 500 000 Menschen während zwei Wochen, hiess es weiter.

Auch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) setzte seine Hilfsarbeit fort und lieferte Material in die Dörfer nahe der israelischen Grenze. Oberste Priorität habe dabei das Trinkwasser, sagte IKRK-Sprecherin Annick Bouvier.

Die UNO schätzt den Anteil zerstörter oder beschädigter Gebäude in Südlibanons auf 50 bis 80 Prozent. Erste Schätzung der finnischen EU- Ratspräsidentschaft ergaben, dass mindestens 100 000 Menschen durch die israelischen Angriffe in Libanon obdachlos wurden. Zwischen 15 000 und 30 000 Häuser und Wohnungen seien zerstört worden.

(rr/sda)

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