Flüchtlingsdrama
Flüchtlingsdrama bringt Madrid in Verlegenheit
publiziert: Sonntag, 16. Feb 2014 / 13:15 Uhr

Madrid/Ceuta - Mehr als eine Woche nach dem Flüchtlingsdrama bei der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta ist die Zahl der Toten auf mindestens 15 gestiegen. Dies sorgt für innenpolitischen Wirbel in Spanien - die Regierung in Madrid gerät in Erklärungsnot.

1 Meldung im Zusammenhang
Am 6. Februar hatten rund 400 Afrikaner versucht, von Marokko aus über den Grenzübergang El Tarajal nach Ceuta zu stürmen. Als die marokkanischen Sicherheitskräfte eingriffen, sprangen zahlreiche Flüchtlinge ins Meer, um die spanische Exklave schwimmend zu erreichen. Wenigstens 15 von ihnen ertranken dabei.

Das Drama brachte die Madrider Regierung in Erklärungsnot. Innenminister Jorge Fernández Díaz hatte eingeräumt, die spanische Polizei habe zur Abschreckung der Flüchtlinge Gummigeschosse eingesetzt.

Die Vereinigte Linke (IU), drittstärkste Kraft im Parlament, forderte den Rücktritt des Ministers. Statt den Flüchtlingen zu helfen, habe man sie beschossen, beklagte der IU-Chef Cayo Lara. Auch die Sozialisten (PSOE) verlangten, jemand müsse für die Tragödie die Verantwortung tragen.

Innenminister Fernández Díaz hatte im Parlament versichert, die Beamten hätten nicht auf schwimmende Flüchtlinge gezielt, sondern nur ins Meer geschossen. Der Beschuss habe mit dem Tod von Flüchtlingen nichts zu tun gehabt.

(asu/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
1
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Ceuta - Einen Tag nach dem Massenansturm afrikanischer Flüchtlinge auf die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 13 gestiegen. Die Leichen von vier weiteren Menschen wurden an einer Hafenmole in marokkanischen Gewässern nahe Ceuta gefunden. mehr lesen 
Genau!
"Sozialisten (PSOE) verlangten, jemand müsse für die Tragödie die Verantwortung tragen"
Erste Adresse für die Verantwortung dafür sind nach wie vor die Regierungen jener Länder, die die Flüchtlinge stellen bzw. ständig produzieren.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Fluchtroute auf der Seestrecke zwischen Nordafrika ...
Erschreckende Zahlven von der UNO  Berlin - Bei Bootsunglücken im zentralen Mittelmeer sind in der zurückliegenden Woche nach UNO-Angaben wahrscheinlich mindestens 880 Flüchtlinge umgekommen - und damit weit mehr als ohnehin schon befürchtet. mehr lesen 
Amnesty International berichtet  Kabul - Die Zahl der Binnenflüchtlinge hat sich wegen des Kriegs in Afghanistan in nur drei Jahren mehr als ... mehr lesen  
Afghanische Binnenflüchtlinge vegetierten unter «abscheulichen Bedingungen gerade so am Rande des Überlebens dahin». (Symbolbild)
Bereits 100 Objekte erfasst  Wil SG - Digitale Stadtpläne sollen künftig Menschen mit einer Behinderung die Orientierung erleichtern. Die Stadt Wil wurde von Pro Infirmis Schweiz als Pilotgemeinde ausgewählt. Bereits wurden 100 Objekte erfasst. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 15°C 29°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Basel 16°C 29°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
St. Gallen 14°C 26°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen freundlich
Bern 13°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Luzern 14°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Genf 16°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 18°C 28°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten