Fast tausend Bewohner
Flüchtlingslager in Paris geräumt
publiziert: Mittwoch, 30. Mrz 2016 / 11:49 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 30. Mrz 2016 / 14:41 Uhr
Die Flüchtlinge harrten lange in Zelten aus. (Symbolbild)
Die Flüchtlinge harrten lange in Zelten aus. (Symbolbild)

Paris - In Paris ist erneut ein Flüchtlingscamp auf offener Strasse mit fast 1000 Bewohnern geräumt worden. Die Flüchtlinge aus Staaten wie Eritrea, Afghanistan und dem Sudan wurden am frühen Mittwochmorgen mit Bussen abgeholt.

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Die Menschen wurden in Unterkünfte in der Region gefahren. Die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort, die Räumung verlief ohne Zwischenfälle.

Die Flüchtlinge, unter ihnen Frauen und Kinder, harrten seit Wochen unter einer Hochbahnstrecke nahe der Haltestelle Stalingrad im Nordosten von Paris aus. Sie schliefen in Zelten oder inmitten von Abfällen unter freiem Himmel auf Matratzen und Kartons. «Ich weiss nicht, wo wir hingehen, aber es wird besser sein als hier», sagte ein afghanischer Flüchtling am Mittwochmorgen.

Teil des «Dschungels» geräumt

An der Haltestelle Stalingrad war bereits Anfang März ein Flüchtlingscamp mit rund 400 Bewohnern geräumt worden. Kurze Zeit später aber entstand am selben Ort ein neues Lager. Viele Flüchtlinge kamen den Behörden zufolge aus dem nordfranzösischen Calais, wo in den vergangenen Wochen der südliche Teil des als «Dschungel» bekannten Flüchtlingslagers geräumt worden war.

Viele der in Frankreich angekommenen Flüchtlinge hoffen, über den Ärmelkanal nach Grossbritannien zu gelangen. Bei ihrer Unterbringung gibt es immer wieder Probleme. Seit vergangenem Juni wurden allein in der Hauptstadt Paris 18 Mal Flüchtlingscamps geräumt.

(bg/sda)

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Und da die Briten anders als z. B. A. Merkel ihre Grenze nicht jedermann öffnen, hängen die Leute da fest. Klar könnten die Briten alle reinlassen, aber deren Migrationspolitik ist wohl eher: "Wir suchen uns aus, wer kommen darf" und nicht "wir nehmen jeden, wenn er es nur schafft.
Warum die französische Regierung dieses Chaos in Calais so lange geduldet hat, ist noch immer unklar. Was jetzt passiert, ist das Resultat davon, dass die Regierung wegen des Chaos auf Schadenersatz vom Tunnelbetreiber verklagt wird, und das mit guten Chancen.
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