Fast 200 Tote
Flüchtlingstragödie im Roten Meer
publiziert: Dienstag, 5. Jul 2011 / 23:01 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 6. Jul 2011 / 12:49 Uhr
Fast 200 Flüchtlinge sind ertrunken. (Symbolbild)
Fast 200 Flüchtlinge sind ertrunken. (Symbolbild)

Addis Abeba/Khartum - Flüchtlingstragödie im Roten Meer: Auf der Suche nach einem besseren Leben in Saudi-Arabien sind wahrscheinlich 197 afrikanische Flüchtlinge vor der Küste des Sudans ertrunken.

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Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Sudanese Media Centre (SMC) überlebten nur drei Menschen das Unglück. Jedoch suchten Rettungskräfte am Mittwoch im Roten Meer weiter nach möglichen Überlebenden.

Das überfüllte Boot mit Flüchtlingen unter anderem aus Äthiopien, Eritrea, Somalia und dem Sudan sei unterwegs nach Saudi-Arabien gewesen. Nach etwa vierstündiger Fahrt und rund 200 Kilometer von Port Sudan entfernt habe es aus noch unbekannten Gründen Feuer gefangen und sei gesunken, hiess es.

Offene Fragen

Wann das Unglück passierte, ist noch unklar. Der arabische Sender Al-Dschasira zitierte Quellen, wonach die Barke bereits am vergangenen Samstag in den Fluten untergegangen sei. «Wir haben keine gesicherten Informationen dazu, was es passiert ist», sagte der Sudan-Korrespondent des Senders.

Die Überlebenden wurden in einem Spital in dem Ort Atiaba behandelt. Die vier jemenitischen Besitzer des Bootes seien festgenommen worden. «Es handelte sich um ein selbst gebautes Boot, und das war wahrscheinlich einer der Gründe für den Unfall», hiess es.

Ein weiteres Boot mit fast 250 illegalen Einwanderern aus ganz Afrikas sei von den sudanesischen Behörden abgefangen worden.

Gefährlicher Weg auf die arabische Halbinsel

Die Tragödie ist kein Einzelfall: In den vergangenen Jahren war es vor der Küste des Sudans wiederholt zu schweren Unglücken gekommen.

Immer wieder machen sich afrikanische Flüchtlinge auf den gefährlichen Weg über das Rote Meer, in der Hoffnung, in Saudi-Arabien oder im Jemen Arbeit zu finden. Jedoch werde der Jemen wegen der instabilen politischen Lage seit einiger Zeit immer weniger angesteuert, berichtete der britische Sender BBC.

(bert/sda)

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