Schweiz ist aber vorbereitet
Flüchtlingswelle in der Schweiz bisher ausgeblieben
publiziert: Donnerstag, 17. Mrz 2011 / 16:11 Uhr
Flüchtlinge auf Lampedusa.
Flüchtlinge auf Lampedusa.

Bern - Die erwartete Flüchtlingswelle aus Nordafrika ist bisher nicht angerollt. In den letzten Tagen haben kaum mehr Menschen um Asyl in der Schweiz nachgesucht als im Durchschnitt der letzten Monate. Dies stellte ein vom Bundesamt für Migration (BFM) eingesetzter Fachausschuss fest.

5 Meldungen im Zusammenhang
Angesichts der ungewissen Lage vor Ort sei allerdings keine zuverlässige Prognose möglich, heisst es in einer BFM-Mitteilung vom Donnerstag. Mit zusätzlichen Gesuchen sei zu rechnen. Bund und Kantone würden die nötigen Vorbereitungsarbeiten in enger Absprache weiter vorantreiben.

Der Fachausschuss Asylverfahren und Unterbringung arbeitet mit einer Arbeitshypothese, welche 200 bis 700 zusätzliche Gesuche pro Monat vorsieht. Derzeit werden im Durchschnitt 1300 Asylgesuche pro Monat gestellt.

Gesuche schnell behandeln

Arbeitsmigranten, die aus wirtschaftlichen Gründen nach Europa kommen, sollen die Schweiz so rasch wie möglich wieder verlassen. Flüchtlingen hingegen gewährt die Schweiz laut BFM Schutz. Alle Gesuche sollen möglichst auf allen Stufen prioritär behandelt werden.

Die Kapazität der fünf Empfangs- und Verfahrenszentren (EVZ) soll im Falle eines Anstieges der Asylgesuche erhöht und das Personal verstärkt werden. Bei Bedarf werden Armee und Zivilschutz Plätze in ihren Unterkünften und Anlagen zur Verfügung stellen.

Dialog mit Italien vertieft

Vertieft wurde von den Verantwortlichen inzwischen auch der Dialog mit Italien. Dabei geht es vor allem um die Sicherstellung der im Dublin-Abkommen vorgesehenen Verfahren. Italien war bisher das bevorzugte Einreiseland der Migranten aus Nordafrika. Das BFM prüft auch, wie die Schweiz Italien bei Bedarf über den bisherigen Einsatz von Frontex-Experten hinaus unterstützen kann.

Der Fachausschuss kommt in einer Analyse zum Schluss, dass der Hilfe vor Ort weiterhin die grösste Bedeutung zukommt. Diese und die Zusammenarbeit auf internationaler Ebene müsse weiter verstärkt werden. Dazu hat der Bundesrat am Freitag 12 Millionen Franken freigegeben. Diese Hilfe soll Bedingungen schaffen, die eine Rückkehr der Menschen in ihre Heimat erleichtern.

(bg/sda)

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Lieber Zombie
Ich liebe Zombiefilme (28 Days, Shaun of the Dead usw). Deshalb sind Sie mir ja schon automatisch sympathisch.

Aber bitte, Sie wiederholen in ihren bisher 95 Posts praktisch immer dasselbe.
Und durch wiederholen wird es auch nicht wahrer.
Alle wissen, dass nicht alle Flüchtlinge oder wie auch immer man sie nennen mag, wieder zurückgehen, auch wenn sie es sollten.
Das ist nicht nur bei uns so sondern überall. Und die Schweiz hat meiner Meinung nach dieses Problem noch gut im Griff im Vergleich zum benachbarten Ausland (Süden, Westen)
Gehen sie auch wieder? Kaum
Massgeblich ist dass viele sicher noch kommen werden. Ob in einer Welle oder langsam einsickernd spielt keine Rolle.
Aber gehen sie auch wieder wenn der Konflikt beendet ist oder müssen die zurückgebliebenen Frauen und Kinder die Länder wieder aufbauen ?
Oder wird es ablaufen wie mit den einstigen Balkanflüchtlingen bei denen man ja angeblich alles " im Griff " hatte und die meisten deshalb heute noch hier sind ?
Offenbar geht es munter weiter mit Beschwichtigungen seitens der Behörden da man weiss dass man gegen angebliche " Flüchtlinge " nichts ausrichten kann da deren Unterstützerlobby in der CH bereits zu stark ist. Und deshalb wird man auch in diesem Fall lediglich zigMilliarden Franken bereitstellen müssen um das Beste daraus zu machen um das Gesicht grad nochmals erneut zu verlieren.
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