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Bern - Nach dem Tornado-Absturz bei Lauterbrunnen haben die Räumungstrupps im Absturzgebiet den Flugdatenschreiber gefunden. Die Ermittler erhoffen sich davon Hinweise auf die Unfallursache.
Er gehe davon aus, dass die sogenannte Blackbox noch intakt sei, sagte Jürg Nussbaum, Sprecher der Schweizer Luftwaffe, auf Anfrage. Sicherheit darüber werde aber erst die Auswertung der gespeicherten Flugdaten geben.
Der Tornado war am Donnerstagmorgen in Emmen LU gelandet und wurde dort aufgetankt. Nach der Zwischenlandung sollte er über vier weitere so genannte Navigationspunkte einen Übungssparcours über der Schweiz absolvieren.
Als nächster Navigationspunkt sei im Routing des Jets der Raum Sitten vermerkt gewesen. Dies erklärt laut Nussbaum auch den Absturzort des Tornados im Berner Oberland. Nach dem Anflug auf Sitten hätte der Jet via Lodrino TI, Samedan GR und Altenrhein SG zurück auf seine Basis im bayerischen Lechfeld fliegen sollen.
Keine Hinweise für ein Vergehen
«Es gibt keine Hinweise, dass sich der Pilot nicht an die Auflagen gehalten hat», sagte Nussbaum. Die Schweizer Luftwaffe würde aus Rücksicht auf die Bevölkerung nicht so tief fliegen, räumte er ein.
Der Pilot flog im Sichtflug, wie an einer Medienkonferenz auf dem Flugplatz Emmen zu erfahren war. Nach ersten Einschätzungen dürfte er eine Flughöhe von rund 300 Metern ab Grund eingehalten haben.
Die Ursache des Absturzes ist weiter unklar. Möglich sei sowohl ein technisches Problem als auch menschliches Versagen, sagte Manfred Wittig vom Informationszentrum der deutschen Luftwaffe.
Deutsche Spezialisten vor Ort
Am Mittag traf ein 15 Mitglieder umfassendes Team der deutschen Luftwaffe in Emmen ein. Die deutschen Spezialisten sollen helfen, möglichst schnell den Ablauf und die Ursache des Absturzes zu klären.
Bei dem Absturz in der Nähe von Lauterbrunnen war am Donnerstag der 27-jährige Pilot des Kampfjets ums Leben gekommen. Das zweite Besatzungsmitglied, ein 34-jähriger Waffensystemoffizier, überlebte das Unglück.
Die Aufräumarbeiten am Absturzort gestalten sich laut Major Patrick Vollat von der Militärjustiz sehr schwierig. Das Gebiet sei schwer zugänglich und es herrsche Lawinengefahr. Deshalb könnten auch keine Angaben über Dauer der Arbeiten gemacht werden.
(fest/sda)




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