Flugsicherheit: Leuenberger sucht Fachleute
publiziert: Montag, 22. Jul 2002 / 19:25 Uhr

Bern - Bundesrat Moritz Leuenberger will das Gesamtsystem der Flugsicherheit in der Schweiz überprüfen lassen. Zu diesem Zweck sucht er Experten in Deutschland und Frankreich. Sie sollen bis Ende Jahr einen Bericht abliefern.

Der Verkehrsminister sagte an einer Medienkonferenz, die Experten sollten die Flugsicherheit in der Schweiz auch einem Vergleich mit anderen westeuropäischen Staaten unterziehen sowie Verbesserungsvorschläge machen. Zwischenberichte dürften bereits vor Ende Jahr erscheinen, vorgeschlagene Massnahmen wären sofort umzusetzen.

Durch die unabhängigen Experten zu prüfen seien die Aufsicht des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL) über die Leistungserbringer und die Aufsicht des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) über das BAZL. Auch die Arbeit des Büros für Flugunfalluntersuchungen (BFU) solle unter die Lupe kommen.

Es gehe darum, die Schnittstellen der Zusammenarbeit von UVEK, BAZL und BFU zu überprüfen. Betroffen davon seien natürlich die Fluggesellschaften sowie Skyguide. «Es wäre unzulässig und unerträglich, wenn bei Skyguide zu Lasten der Sicherheit gespart würde», sagte Leuenberger. «Ich nehme an, dass dem nicht so ist.»

Er habe die Erstellung eines solchen Expertenberichts bereits vor zehn Tagen beschlossen, sagte der Verkehrminister weiter. Die CVP habe dies «freundlicherweise aufgenommen». Wenn die Partei ein «Ultimatum» stelle, sei das, «wie wenn ich morgens um halb sieben der Sonne sage, sie solle aufgehen - und dies tut sie dann».

Die Verantwortung im Sicherheitsbereich sei ihm ein sehr wichtiges Anliegen, sagte Leuenberger. Er habe diese «nach bestem Wissen und Gewissen wahrgenommen.

Allerdings sei unmittelbar nach der Flugzeugkollision am Bodensee die Kommunikationspolitik der Schweiz «katastrophal» gewesen, räumte der Verkehrsminister erneut ein.

(ba/sda)

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