Flugzeugcrash: Flugsicherung steht vor Rätseln
publiziert: Dienstag, 2. Jul 2002 / 09:45 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 2. Jul 2002 / 10:43 Uhr

Moskau - Die bei einem Zusammenstoss über dem Bodensee mit 69 Menschen an Bord abgestürzte Tupolew-154 befand sich ausserplanmässig auf einem Charterflug nach Barcelona. Der deutschen Flugsicherung ist die Kollision unerklärlich.

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Unter den 57 Passagieren seien 47 Kinder von Ministern und ranghohen Beamten der Teilrepublik Baschkirien (Südural) gewesen, teilten die betroffene Fluggesellschaft Bashkirian Airlines sowie Behörden am Dienstag mit. Ursprünglich hätten die Kinder schon am Samstag an die Costa Dorada reisen wollten.

Die Flugzeugkollision ist für die Deutsche Flugsicherung (DFS) rätselhaft. Die Maschinen seien bei normalem Verkehrsaufkommen zusammengestossen, sagte der Leiter des DFS-Geschäftsbereichs Kontrollzentralen, Andreas Angenendt, am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. «Das ist der Albtraum der Flugsicherung.»

Er betonte jedoch, dass die Flugzeuge zum Zeitpunkt der Kollision unter der Kontrolle der Schweizer Flugsicherung «skyguide» waren.

Die Routen der beiden Flugzeuge mussten sich irgendwann kreuzen. Die russische Tupolew war auf dem Weg von Moskau nach Barcelona, die Frachtmaschine der DHL flog von Italien in Richtung Brüssel. Während das Passagierflugzeug aus Richtung Kempten über den Bodensee flog, kam die DHL-Boeing 757 aus Bergamo.

«Normalerweise sagt man dem Piloten dann, er soll tausend Fuss nach oben oder nach unten gehen», sagte Angenendt. Warum das in diesem Fall nicht klappte, sei unklar. «Wir stehen vor einem Rätsel.»

Nach Angaben der DSF übergab die Kontrollzentrale München die russische Tupolew am Montag um 23.30 Uhr an die Schweizer Flugsicherung «skyguide» in Zürich. Dabei habe es keine besonderen Vorkommnisse gegeben. Die Frachtmaschine der DHL habe sich ebenfalls unter Kontrolle der Schweizer befunden, bevor die Flugzeuge um 23.35 Uhr westlich von Friedrichshafen kollidierten.

(bb/sda)

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