Flugzeugentführung in Australien vereitelt
publiziert: Donnerstag, 29. Mai 2003 / 14:00 Uhr

Sydney - Passagiere und Besatzungsmitglieder haben an Bord eines australischen Linienflugzeugs einen Luftpiraten überwältigt. Dieser hatte die Maschine entführen und zum Absturz bringen wollen.

John Anderson: Australiens Verkehrsminister.
John Anderson: Australiens Verkehrsminister.
Der mit zwei hölzernen Messern bewaffnete Mann hatte kurz nach dem Start der Qantas-Maschine in Melbourne versucht, ins Cockpit vorzudringen. Als sich ihm zwei Mitglieder des Flugpersonals in den Weg stellten, stach der 40 Jahre alte Entführer auf sie ein und verletzte sie im Gesicht.

Passagiere und weitere Besatzungsmitglieder seien daraufhin zu Hilfe geeilt und hätten den Luftpiraten mit Plastikbändern gefesselt, wie die australische Nachrichtenagentur AAP meldete.

Nach den Worten des australischen Verkehrsminister John Anderson hatte der Mann geplant, die Maschine vom Typ Boeing 717 mit 53 Menschen an Bord auf ihrem Weg von Melbourne nach Launceston abstürzen zu lassen. Es scheine allerdings keinen terroristischen Hintergrund zu geben.

Die Motive des Mannes, bei dem es sich um einen Australier handeln soll, seien zunächst unklar gewesen. Das Flugzeug kehrt nach dem Vorfall sofort nach Melbourne zurück.

(bsk/sda)

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