IS-Vormarsch
Foley-Mörder ist offenbar ein Dschihadist aus London
publiziert: Sonntag, 24. Aug 2014 / 11:55 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 24. Aug 2014 / 17:43 Uhr
Bild rechts: Der Mörder des US-Journalisten James Foley ist, nach Ansicht britischer Geheimdienste, ein 23-jähriger Mann aus London.
Bild rechts: Der Mörder des US-Journalisten James Foley ist, nach Ansicht britischer Geheimdienste, ein 23-jähriger Mann aus London.

London - Britische Geheimdienste haben den Mörder des US-Journalisten James Foley nach Angaben der «Sunday Times» identifiziert. Beim mutmasslichen Henker soll es sich demnach um einen 23-Jährigen aus London handeln.

14 Meldungen im Zusammenhang
Die Zeitung berief sich in ihrem Bericht vom Sonntag auf nicht genannte hohe Regierungsquellen. Der US-Journalist Foley war im November 2012 in Syrien verschwunden. Die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) enthauptete ihn als Rache für US-Luftangriffe im Nordirak und veröffentlichte dazu am vergangenen Dienstag ein Propagandavideo. Auf dem Video war ein maskierter Mann mit britischem Akzent zu sehen, der auf den Spitznamen «Dschihadi John» hören soll.

Grossbritanniens Aussenminister Philip Hammond drückte am Sonntag seinen Abscheu darüber aus, dass der Mörder Foleys Brite sein soll. «Dies ist ein Betrug an unserem Land, unseren Werten und allem, wofür wir stehen», schrieb er in der «Sunday Times.»

Nach Angaben der Zeitung wurden Einzelheiten zu der angeblich identifizierten Person von den Regierungsquellen nicht bestätigt. Der Mann habe vor kurzem über Twitter ein Bild von sich verbreitet, auf dem er einen abgetrennten Kopf hochhält, heisst es in dem Bericht. Er habe seine Familie in Nord-London im vergangenen Jahr verlassen, um für die Terrorgruppe zu kämpfen.

Wachsende Zahl britischer Dschihadisten

Nach Einschätzung der britischen Geheimdienste und der Polizei entscheiden sich pro Monat etwa 20 britische Extremisten, in Syrien oder im Irak für den IS zu kämpfen. Etwa 500 sollen schon dort sein.

Sie reisen meist über die Türkei in die Krisengebiete ein. Nach Medienberichten vom Sonntag will London in Gesprächen mit der türkischen Regierung darauf dringen, dass die Grenzen besser kontrolliert werden.

Wenn die Terroristen nicht gestoppt würden, «werden sie früher oder später auf britischem Boden zuschlagen», schrieb Hammond. Der Kampf gegen den Terror könne «Generationen» dauern. Die Regierung halte zur Lösung dieses «langfristigen» Problems erhebliche Mittel bereit.

(asu/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
London - Die britische Luftwaffe setzt ihre Aufklärungsflüge über dem Irak und ... mehr lesen
Vor einem Jahr hatte das Parlament in London Luftangriffen auf den IS im Irak zugestimmt. (Symbolbild)
Die Dschihadisten würden am liebsten mit dem nächsten Flugzeug nach England fliegen. (Symbolbild)
London - Eine Gruppe britischer Islamisten in Syrien will straffrei wieder nach Hause. Nach einem Bericht der Zeitung «Times» vom Freitag haben die rund 30 jungen Männer um Wiederaufnahme ... mehr lesen
New York - Ein erstes Frachtflugzeug mit Militärgütern aus Deutschland für die ... mehr lesen
Terror-Truppen im Irak.
Die Terrormiliz Islamischer Staat erzeugt Abscheu durch extrem barbarenhafte Handlungen.
Washington - Die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) hat offenbar einen weiteren als Geisel genommenen US-Journalisten grausam hingerichtet. Die IS veröffentlichte am Dienstag ein ... mehr lesen 1
London - Vor dem Hintergrund der Kriege in Syrien und im Irak hat ... mehr lesen
Premierminister David Cameron: «Was uns im Irak mit dem IS gegenübersteht, ist eine grössere Bedrohung für unsere Sicherheit, als das, was wir vorher gesehen haben.»
Weitere Artikel im Zusammenhang
Etschmayer Als in der letzten Woche neun Möchtegern-Dschihadisten in Österreich an der Ausreise gehindert worden waren und so nicht zu den IS-Barbaren in das Syrisch-Irakische Hinterland ausreisen konnten und gleichzeitig die Meldung der Hinrichtung des Journalisten James Foley die Medien erschütterte, wurde sofort distanziert was das Zeug hielt. Und noch mehr. mehr lesen  1
Damaskus - Nach ihrem Vormarsch in Syrien und im Irak bekommt die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) immer stärkeren Zulauf. Am Wochenende schlossen sich in Syrien mehr als 300 Männer den Extremisten an, wie die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montag meldete. mehr lesen 
Rochester - Mit einer Messe in ... mehr lesen
Doha - Der vor zwei Jahren in Syrien ... mehr lesen
Laut Kerry wurden mehr als zwei Dutzend Staaten gebeten, sich für die Freilassung einzusetzen. (Archivbild)
Bagdad - Die irakische Armee und die IS-Dschihadisten haben sich am Wochenende wieder heftige Gefechte um die grösste Ölraffinerie des Landes geliefert. Die Armee konnte den ... mehr lesen
Bagdad - Nach dem Angriff auf eine ... mehr lesen
UNO Sicherheitsrat (Archivbild)
New York - Der UNO-Sicherheitsrat hat die «abscheuliche und feige» Ermordung des US-Journalisten James Foley durch Dschihadisten des Islamischen Staats (IS) verurteilt. Zugleich forderte der ... mehr lesen
Martha's Vineyard/Washington - Das ... mehr lesen 1
Pentagonsprecher John Kirby versprach weitere Rettungsversuche.
Beirut - US-Präsident Barack Obama und UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon haben die Enthauptung eines US-Journalisten durch Dschihadisten auf schärfste Weise verurteilt. Der Tod von James ... mehr lesen 2
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Übung mit 500 Helfern  Mit einem simulierten Attentat im Stade de France ist am Dienstag ein Worst-Case-Szenario für die EM in Frankreich durchgespielt worden. mehr lesen 
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. ... mehr lesen   1
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben Deutschland und Grossbritannien am Dienstag gemeinsam der tausenden Toten des grössten Seegefechts der Geschichte gedacht. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 3°C 9°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Basel 6°C 10°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
St. Gallen 5°C 12°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Bern 2°C 8°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Luzern 4°C 11°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Genf 5°C 9°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Lugano 6°C 8°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass anhaltender Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten