Formel 1: Ferrari-Doppelsieg in Monza - Sauber nur Zehnter
publiziert: Sonntag, 15. Sep 2002 / 16:04 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 15. Sep 2002 / 17:41 Uhr

Monza (It) - In Monza ist die Reihe wieder an Rubens Barrichello gewesen. Der Brasilianer durfte den Grand Prix von Italien vor Michael Schumacher gewinnen. Die beiden Ferrari kreuzten die Ziellinie im Abstand von 0,2 Sekunden.

Monza-Sieger Barricchello im Ferrari vor Montoya im Williams-BMW (hinten).
Monza-Sieger Barricchello im Ferrari vor Montoya im Williams-BMW (hinten).
Das Ferrari-Team brauchte im Grand Prix von Italien bald niemanden mehr zu fürchten. Die Williams-BMW-Fahrer Ralf Schumacher und Juan Montoya, die am Samstag im Kampf um die besten Startplätze noch eine wichtige Rolle gespielt hatten, schieden aus-- der Deutsche schon in der fünften von 53 Runden mit Motorschaden und der aus der Pole-Position gestartete Kolumbianer in der 34. Runde mit gebrochener Aufhänung nach einem wilden Ritt über die Randsteine.

Auch die McLaren-Mercedes-Fahrer waren vom Pech verfolgt; im Auto von Kimi Räikkönen platzte der Motor, und David Coulthard geriet hoffnungslos ins Hinterrtreffen, weil er nach einem Gerangel in der Startrunde eine neue Wagenschnauze ausfassen musste. Am Ende betrug Barrichellos Vorsprung vor dem drittplatzierten Eddie Irvine mit dem im Laufe der vergangenen Wochen stark verbesserten Jaguar-Cosworth mehr als 52 Sekunden.

Wie zwei Wochen zuvor in Belgien erreichte Nick Heidfeld im Sauber-Petronas den 10. Rang und schied Felipe Massa aus. Das Ergebnis ist umso unerfreulicher, als Renault mit Jarno Trulli (4.) und Jenson Button (5.) erstmals in dieser Saison beide Fahrer unter die ersten sechs brachte, damit fünf Punkte dazu gewann und Sauber in der Teamwertung so deutlich distanzierte, dass den Franzosen der 4. Platz jetzt so gut wie sicher ist. In den beiden verbleibenden Rennen in den USA und in Japan neun Punkte wettzumachen, dürfte Heidfeld und Massa sehr schwer fallen. Sauber wird sich fortan nach hinten orientieren müssen, denn Jaguar, Jordan und BAR haben die Flinte noch nicht ins Korn geworfen.

Das Sauber-Team hatte sich (wie Ferrari und BAR) für unterschiedliche Boxenstopp-Strategien entschieden. Massa sollte (wie Michael Schumacher und Jacques Villeneuve) nur einmal zum Nachtanken kommen, Heidfeld (wie Barrichello und Panis) hingegen zweimal. Der Vergleich der Tauglichkeit der beiden Taktiken entfiel, weil der Brasilianer aus der 16. Runde nicht zurückkam. Er hatte sich mit dem Jaguar von Pedro de la Rosa verhakt und beschädigte dabei die Aufhängung des rechten Hinterrads. Massa war übrigens der erste Formel-1-Fahrer, der ein Rennen mit HANS (Head and Neck Protection System) fuhr.

Heidfeld, der sich mit dem Sicherheits-Kragen nicht wohl fühlt und nach dem Training darauf verzichtete, büsste wie in Belgien für das missratene Qualifying. Vom 15. Startplatz aus zu Punkten zu kommen, erwies sich wie erwartet als schwieriges Unterfangen. Dass dies kein Ding der Unmöglichkeit war, zeigte allerdings Panis auf, der unmittelbar hinter Heidfeld gestartet war und Sechster wurde.

Michael Schumacher hielt sich zu Gunsten von Barrichello zurück. Für Ferrari geht es noch immer darum, dem Brasilianer den 2. Rang in der Fahrer-WM zuzuhalten. Dessen Reserven auf Montoya und Ralf Schumacher sind in Monza auf 17 beziehungsweise 19 Punkte angewachsen, so dass nur ein Worst-Case-Szenario Ferraris vollkommenen Triumph noch verhindern kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass auch darüber schon am 29. September nach dem Rennen in Indianapolis nicht mehr diskutiert werden muss, ist gross. Schumacher genügte derweil in Italien auch der 2. Platz zur Verbesserung eines weiteren Formel-1-Rekords; mit 128 Punkten übertraf der Weltmeister seine eigene Bestleistung aus der Vorsaison, in der er 123 Punkte zusammen getragen hatte.

(von Hans Hug, Monza/sda)

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