Formel 1: Ferrari das Non-plus-ultra
publiziert: Freitag, 16. Mai 2003 / 16:49 Uhr

Michael Schumacher und Rubens Barrichello haben die Gegner im ersten Teil des Qualifyings zum Grand Prix von Österreich gedemütigt. Die Sauber-Fahrer enttäuschten mit den Plätzen 12 für Nick Heidfeld und 15 für Heinz-Harald Frentzen erneut.

Michael Schumacher im Ferrari.
Michael Schumacher im Ferrari.
Vor zwei Wochen war das wahre Potenzial des neuen Ferrari in Spanien wegen Reifenproblemen noch nicht so richtig zum Ausdruck gekommen. Jetzt besteht nicht mehr der geringste Zweifel darüber, dass der F2003-GA das Non-plus-ultra-Auto im Feld ist. Weder Schumacher noch Barrichello absolvierten ihre Runde absolut fehlerfrei. Trotzdem büsste der drittplatzierte Mark Webber mit dem Jaguar-Cosworth schon 0,6 Sekunden auf den Deutschen ein.

Die neue Gummimischung der Bridgestone-Reifen scheint zwar den speziellen Erfordernissen in Spielberg gerecht zu werden, das Sauber-Team brachten sie jedoch nicht viel weiter. Zu den Profiteuren gehörte neben Ferrari vor allem BAR-Honda. Jacques Villeneuve und Jenson Button kamen auf die Plätze 4 und 5. Nick Heidfeld war acht Zehntel langsamer als Villeneuve, Heinz-Harald Frentzen sogar fast doppelt so viel. Giancarlo Fisichella im Bridgestone-bereiften Jordan-Ford liess die beiden Mönchengladbacher ebenfalls klar hinter sich. Daraus geht hervor, wie schlecht die aerodynamische Effizienz des Sauber-Petronas sein muss.

Heidfeld war mit seinem Ergebnis nicht zufrieden. "Am Vormittag fühlte sich das Auto nicht gut an. Es übersteuerte ziemlich stark. Dank einiger Set-up-Änderungen war die Balance am Nachmittag besser. Ich tröste mich damit, dass ich mich im Vergleich zu Spanien steigern konnte." Heidfeld war zu Beginn des freien Trainings in der Zielkurve nebenaus gefahren. Frentzen vollführte am Schluss an der selben Stelle einen Dreher. "Der Wagen benahm sich den ganzen Tag über sehr nervös. Ich fand auf dem bekanntermassen rutschigen Belag keinen Grip und konnte daher nie angreifen."

Die Michelin-Reifen funktionierten am Freitag sicher nicht besser als jene von Bridgestone. David Coulthard (7.) und Kimi Räikkönen (8.) mit den McLaren-Mercedes, Jarno Trulli (11.) und Fernando Alonso (13.) mit den Renault sowie Olivier Panis (14.) und Cristiano Da Matta (16.) mit den Toyota blieben jedenfalls hinter den Erwartungen zurück. Die sehr guten Rundenzeiten von Mark Webber und Antonio Pizzonia sprechen nicht unbedingt für Michelin, eher für die fahrerische Klasse des Australiers und die technischen Fortschritte bei Jaguar.

Juan Montoya darf mit dem 6. Platz, den er auch dem starken BMW-Motor im Williams verdankt, zufrieden sein. Teamkollege Ralf Schumacher landete nach einem Dreher in der dritten Kurve im Kiesbeet und ist daher am Samstag im zweiten Teil des Qualifyings als Erster dran. Ralf Firman kam ebenfalls von der Strecke ab. Der Engländer überquerte die Ziellinie schleudernd. Ihm war die letzte Kurve zum Verhängnis geworden.

von Hans Hug, Spielberg

Resultate der Qualifikation

1. Michael Schumacher (De), Ferrari, 1:07,908 (229,333 km/h). 2. Rubens Barrichello (Br), Ferrari, 0,279 Sekunden zurück. 3. Mark Webber (Au), Jaguar-Cosworth, 0,604. 4. Jacques Villeneuve (Ka), BAR-Honda, 0,772. 5. Jenson Button (Gb), BAR-Honda, 0,923. 6. Juan Montoya (Kol), Williams-BMW, 0,931. 7. David Coulthard (Gb), McLaren-Mercedes, 1,039. 8. Kimi Räikkönen (Fi), McLaren-Mercedes, 1,070. 9. Antonio Pizzonia (Br), Jaguar-Cosworth, 1,116, 10. Giancarlo Fisichella (It), Jordan-Ford, 1,373.

11. Jarno Trulli (It), Renault, 1,542. 12. Nick Heidfeld (De), Sauber-Petronas, 1,571. 13. Fernando Alonso (Sp), Renault, 1,772. 14. Olivier Panis (Fr), Toyota, 1,856. 15. Heinz-Harald Frentzen (De), Sauber-Petronas, 2,147. 16. Cristiano Da Matta (Br), Toyota, 2,462. 17. Jos Verstappen (Ho), Minardi-Cosworth, 2,986. 18. Justin Wilson (Gb), Minardi-Cosworth, 3,148. 19. Ralph Firman (Gb), Jordan-Ford, 3,263 (Unfall). 20. Ralf Schumacher (De), Williams-BMW, ohne Zeit (Dreher).

(bert/sda)

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