Formel 1: Schumi zweifelt Wertung an
publiziert: Dienstag, 8. Apr 2003 / 21:41 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 8. Apr 2003 / 22:12 Uhr

Nach Ansicht von Michael Schumacher hat Kimi Räikkönen für seinen Sieg im Grand Prix von Brasilien am Sonntag zu Unrecht die volle Punktzahl (10) erhalten.

Schumi rechnet vor.
Schumi rechnet vor.
Schumacher bemerkte, dass die Wertung nicht mit den Regeln des Internationalen Automobil-Verbandes (FIA) übereinstimme, weil die 75-Prozent-Regel nicht korrekt ausgelegt worden sei. "Man bekommt die volle Punktzahl, wenn drei Viertel der Renndistanz absolviert worden sind. Das waren in Brasilien 54 Runden. Es sind zwar 55 Runden gefahren worden, zwei wurden aber abgezogen", rechnete Schumacher vor.

Der von chaotischen Umständen begleitete GP war nach schweren Unfällen von Mark Webber und Fernando Alonso in der 55. Runde, also nach 54 von 71 Runden abgebrochen worden. Das entspricht 76 Prozent der kompletten Renndistanz. Zu diesem Zeitpunkt führte Jordan-Pilot Giancarlo Fisichella vor Räikkönen. Gewertet wurde allerdings laut Reglement die Reihenfolge, die zwei Runden vor dem Abbruch bestand.

Damit wären allerdings nur 74 Prozent der Renndistanz absolviert worden und die Vergabe der vollen Punktzahl nicht mehr gerechtfertigt. Dass tatsächlich nicht 53, sondern 54 Runden absolviert worden sind, lässt Schumacher nicht als Begründung gelten. "Wenn man es so darstellt, dass mehr Runden gefahren worden sind, müsste Fisichella der Sieger sein", sagte der fünffache Weltmeister.

(bert/Si)

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