Formel1: Porträt - Schumacher Weltmeister trotz schwachem Saisonstart
publiziert: Sonntag, 12. Okt 2003 / 11:56 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 12. Okt 2003 / 14:38 Uhr

Michael Schumacher hat sich den sechsten Weltmeistertitel nach 1994, 1995, 2000, 2001 und 2002 trotz schwachem Saisonstart und zwischenzeitlich unüberwindbaren Reifenproblemen gesichert.

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Schon die ersten drei Grands Prix dieser Saison hatten darauf hingedeutet, dass Michael Schumacher zum neuerlichen Titel einen steinigeren Weg vor sich haben würde als in den beiden Jahren zuvor. In Australien war er Vierter geworden, in Malaysia hatte er sich sogar mit Rang 6 bescheiden müssen, und beim "Wasserballett" in Brasilien war er ausgeschieden.

Den Auftakt in Europa nahm Schumacher mit 18 Punkten Rückstand auf Leader Kimi Räikkönen in Angriff. Dann aber gewann er vier der folgenden fünf Rennen, löste den jungen Finnen in Kanada als WM-Führenden ab und gab die Spitzenposition nicht mehr preis.

Dies war nicht selbstverständlich angesichts der Probleme, mit denen das Ferrari-Team nach dem zwischenzeitlichen Hoch zu kämpfen hatte. Verantwortlich für das Defizit waren primär die Bridgestone-Reifen, die von Michelin, dem Partner von BMW-Williams, McLaren-Mercedes und Renault, klar in den Schatten gestellt.

Tiefpunkte waren die Rennen in Hockenheim und in Mogyorod, wo Schumacher jeweils überrundet wurde. Nach derartigen Demütigungen schien Ferrari jedes Mittel recht, um wieder auf den Erfolgspfad zurückzufinden.

Das von der Scuderia und Bridgestone vom Zaun gebrochene Hickhack um die in gebrauchtem Zustand zu breiten Michelin-Vorderreifen hatte seine Wirkung nicht verfehlt. In Monza rückten die Franzosen mit neuen, reglementskonformen Pneus an. Der Rest ist bekannt: Schumacher drehte den Spiess mit Siegen in Italien und in den USA noch einmal um.

Michael Schumachers Erfolgshunger scheint gleichwohl noch nicht gestillt. Obwohl er am 3. Januar seinen 35. Geburtstag feiern wird, dürfte er der Formel 1 bis auf Weiteres erhalten bleiben. Im Juni hatte er seinen Vertrag mit Ferrari vorzeitig um zwei Jahre verlängert und sich damit bis Ende Saison 2006 an seinen Arbeitgeber gebunden.

Dabei kann er weiterhin auf den Support seiner langjährigen Weggefährten zählen. Mit Schumacher verlängerten auch Teamdirektor Jean Todt, der Technische Direktor sowie gewiefte Rennstratege Ross Brawn und der Designer Rory Byrne ihre Verträge bis 2006.

Michael Schumacher ist nicht nur im sportlichen Bereich der Primus in der Formel 1. In finanzieller Hinsicht hat er seine Mitstreiter noch deutlicher hinter sich gelassen. Ferrari entschädigt seine Dienste mit rund 60 Millionen Franken pro Saison, sein jährliches Gesamteinkommen wird auf über 100 Millionen Franken geschätzt. Die Einkünfte abseits der Rennstrecken verdankt der Rheinländer seinem tüchtigen Manager Willi Weber, der sich auch um Ralf Schumacher kümmert.

Auch auf privater Ebene setzt Schumacher auf Kontinuität. Im Sommer 1996 war er zusammen mit seiner Frau Corinna und den beiden Kindern Gina-Maria (6 1/2) und Mick (4 1/2) von Monte Carlo nach in Vufflens-le-Château bei Morges umgezogen. In der Westschweiz ist der Deutsche mittlerweile heimisch geworden.

Demnächst wird er eine in Gland am Genfersee erworbene Liegenschaft beziehen. Im Mai des vergangenen Jahres hatte "Schumi" nach Einsprachen aus Umweltschutz-Kreisen den Plan verworfen, sich in Wolfhalden im Appenzellerland niederzulassen.

(fest/Si)

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