Durchbruch bei Alzheimer und Parkinson
Forscher verwandeln erstmals Haut- in Gehirnzellen
publiziert: Montag, 12. Okt 2015 / 11:44 Uhr / aktualisiert: Montag, 12. Okt 2015 / 15:08 Uhr
Neue Wege in der Altersforschung. (Symbolbild)
Neue Wege in der Altersforschung. (Symbolbild)

Experten des Salk Institute for Biological Studies haben erstmals Hautproben älterer Patienten zur Herstellung von Gehirnzellen genutzt. Die neue Technik soll dazu dienen, altersbedingte Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson zu studieren. «Mit diesem Ansatz können wir beginnen mehr Antworten auf die Physiologie und den molekularen Aufbau von menschlichen Nervenzellen zu geben», so Martin Hetzer einer der Forscher des Projekts.

5 Meldungen im Zusammenhang

Historisch waren Tiermodelle von Fliegen bis zu den Mäusen die Ausgangsbasis für das Studium der biologischen Konsequenzen des Alterns. In den vergangenen Jahren haben die Wissenschaftler den Blick immer mehr auf die Erforschung der Stammzellen gerichtet, um verschiedene menschliche Erkrankungen zu studieren.

Dabei wurden in dem Prozess epigenetische Signaturen von älteren Zellen zurückgestellt, zu viel jüngeren Gensignaturen. Das machte das Studium des Alterns des menschlichen Gehirns schwierig, da die Forscher mit diesem Ansatz keine alten Gehirnzellen entwickeln konnten. Hetzer und seine Kollegen Fred Gage und Jerome Mertens entschieden sich für einen anderen Ansatz und verwendeten eine Technik, die Hautzellen direkt in Neuronen verwandelt, um damit ein sogenanntes induziertes Neuron zu formen.

Neue Therapieformen als Ziel

Die Experten sammelten Hautzellen von 19 Menschen im Alter von null bis 89 Jahren und machten sie zu Gehirnzellen. Dann verglichen sie die Muster der Genexpressionen. Die Neuronen zeigten abhängig vom Alter Differenzen. Auch zeigen sie Veränderungen in der Genexpression. So war zum Beispiel die Menge des Proteins RanBP17 - dessen Rückgang in Zusammenhang steht mit Defekten neurodegenerativer Krankheiten - in den Neuronen alter Patienten um ein Vielfaches geringer.

(pte)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Gleichgewichtsstörungen von Parkinson Patienten können in Zukunft vielleicht behoben werden.
Lund - Die Reduktion unerwünschter Blutgefässe im Gehirn könnte jenen Parkinson-Patienten helfen, die trotz Dopamin-Therapie weiter Probleme mit dem Gleichgewicht und dem Gehen haben. mehr lesen
Rotwein und Schokolade wirken gegen Alzheimer.
Washington - Die in Weintrauben ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
-
Publinews Papiliorama  Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt der Tiere und Pflanzen: erleben Sie das bunte Ballett der exotischen Schmetterlinge, welche frei um Sie herumfliegen, die bizzaren Kreaturen der Nacht, die Regenbogentukane und einheimischen Schmetterlinge, die Gliederfüsser mit ihren aussergewöhnlichen Formen und die Wollschweine, welche sich als Landschaftsgärtner betätigen. Das Papiliorama in Kerzers nimmt Sie mit auf eine spannende Entdeckungsreise. mehr lesen  
Medizinische Forschung  Bern - Das Inselspital nimmt mit der «Liquid Biobank Bern» das derzeit modernste Tiefkühllager für Blut und andere flüssige Bioproben in der Schweiz in Betrieb. Die Biobank soll zur wichtigen Forschungsressource für massgeschneiderte Medizin werden. mehr lesen  
Wegen Zika - Acht Wochen nur geschützt  Genf - Touristen sollen nach ihrer Heimreise aus Zika-Gebieten mindestens acht Wochen auf ungeschützten Sex verzichten. Das riet die Weltgesundheitsorganisation WHO am Dienstag. mehr lesen  
Erhöhtes Osteoporose-Risiko  Trondheim - In den letzten Wochen der Schwangerschaft gehört die Weitergabe von Kalzium an den Fötus zur Förderung der Knochenentwicklung zu den wichtigen Vorgängen. mehr lesen
Die Knochendichte eines Frühchens ist geringer.
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 4°C 7°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
Basel 3°C 8°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
St. Gallen 2°C 5°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer freundlich
Bern 0°C 6°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Luzern 5°C 7°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer wechselnd bewölkt
Genf 2°C 8°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich bedeckt, wenig Regen
Lugano 4°C 14°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wolkig, aber kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten