Forschung mit Embryonen aus Mensch und Tier erlaubt
publiziert: Montag, 19. Mai 2008 / 22:58 Uhr

London - In Grossbritannien können Embryonen aus menschlichem Erbgut und Eizellen von Tieren für die Forschung geschaffen werden. Das Unterhaus sprach sich klar gegen ein Verbot aus.

Im Unterhaus kam es zu heftigen Debatten.
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Das Unterhaus stimmte am Abend mit 336 zu 176 Stimmen gegen einen Antrag, generell die Produktion von solchen Chimären zu verbieten, wie der britische Sender BBC berichtete.

Dem Votum war eine heftige Kontroverse vorausgegangen. Kritiker sprachen von «monströsen» Auswüchsen der Stammzellenforschung und einem Herumpfuschen an der Natur. Befürworter hoffen, damit Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson besser behandeln und vielfach Leben retten zu können.

Dem Gesetzesentwurf zufolge müssen die Chimären-Embryonen nach spätestens zwei Wochen zerstört werden und dürfen nicht in die Gebärmutter einer Frau eingepflanzt werden.

Bei Konvervativen umstritten

Premierminister Gordon Brown, dessen zweijähriger Sohn an Mukoviszidose leidet, ist ein flammender Befürworter des Gesetzes. Auch der konservative Oppositionsführer David Cameron sprach sich dafür aus. Bei vielen konservativen Abgeordnete war der Entwurf allerdings sehr umstritten.

Britischen Forschern war es Anfang April erstmals gelungen, Chimären-Embryonen aus menschlichem Erbgut und Eizellen von Kühen zu erzeugen.

Grossbritannien gehört in diesem Bereich zu den europäischen Ländern mit der liberalsten Handhabung. In der Schweiz dagegen ist die Erzeugung eines Embryos zu Forschungszwecken verboten.

(ht/sda)

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