Vier bis sechs Monate
Forschung zu Zika und Mikrozephalie dauert an
publiziert: Freitag, 19. Feb 2016 / 18:15 Uhr
Die WHO will ein Expertentreffen einberufen, im Kampf gegen die Mücken, die das Zika-Virus übertragen.
Die WHO will ein Expertentreffen einberufen, im Kampf gegen die Mücken, die das Zika-Virus übertragen.

Genf - Die Ungewissheit dauert an: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet erst in vier bis sechs Monaten mit Klarheit über einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Zika-Virus und der Mikrozephalie, einer Schädelfehlbildung bei Babys.

10 Meldungen im Zusammenhang
Das Virus steht im Verdacht, nach der Infektion einer Schwangeren die sogenannte Mikrozephalie ihres Ungeborenen zu verursachen. Neugeborene, deren Mütter sich am Anfang der Schwangerschaft angesteckt haben, sind nach WHO-Auskunft besonders häufig betroffen. Daher müsse die WHO für weitere Erkenntnisse auf die Geburt dieser Kinder warten, teilte die Behörde am Freitag in Genf mit.

Die Verbindung zwischen Zika und dem seltenen Lähmungssyndrom Guillain-Barré könnte deutlich schneller ermittelt werden, weil Erwachsene betroffen seien. Zika ist bisher in etwa 40 Ländern nachgewiesen worden, am stärksten ist Brasilien betroffen.

Neue Strategien im Kampf gegen die Mücken

Um eine mögliche Infektion durch Geschlechtsverkehr auszuschliessen, rät die WHO Touristen, mindestens vier Wochen lang nach ihrer Rückkehr aus betroffenen Gebieten nur geschützten Sex zu haben oder abstinent zu bleiben. Schwangere Frauen und Bewohner aus gefährdeten Gegenden sollten diese Regeln generell befolgen.

Von 7. bis 9. März will die WHO ein Expertentreffen einberufen, um neue Strategien im Kampf gegen die Mücken zu finden, die das Zika-Virus übertragen.

Papst Franziskus hatte am Donnerstag künstliche Verhütungsmittel nicht mehr strikt ausgeschlossen, wenn es um eine Bedrohung wie das Zika-Virus geht. Verhütung sei «nichts absolut Böses» und sei in einigen Fällen sogar einleuchtend, sagte das katholische Kirchenoberhaupt nach Vatikanangaben auf dem Rückflug von Mexiko nach Rom. Die katholische Kirche lehnt Verhütungsmittel eigentlich ab.

(cam/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Baltimore/New York - Wenn es um die Erfindung revolutionärer neuer Technologien geht, spielt das Alter offensichtlich keine Rolle. mehr lesen
Bioreaktor: der «Spin(Omega)» in Aktion.
Paris - Forscher haben erstmals eine Verbindung zwischen dem Zika-Virus und dem Guillain-Barré-Syndrom, einer entzündlichen ... mehr lesen
Das Zika-Virus wird von Mücken übertragen.
Immer mehr Details zum Virus werden bekannt.
Washington - Die US-Behörden prüfen 14 neue Fälle, in denen das vor allem für ... mehr lesen
Havanna - Im Kampf gegen die Ausbreitung des Zika-Virus setzt jetzt auch Kuba die Armee ein. Wie Staatschef Raúl Castro am ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Am schwersten ist Brasilien vom Virus betroffen.
New York/Berlin - Weltweit haben Menschen auf die Warnungen vor dem Zika-Virus reagiert und weniger Flüge in die betroffenen ... mehr lesen
Genf - Die Weltgesundheitsbehörde (WHO) will mit einem internationalen Aktionsplan die rasante Ausbreitung des Zika-Virus bremsen. Erkrankte sollen verbesserte medizinische Betreuung erhalten und die Entwicklung eines Impfstoffes soll schneller vorangebracht werden. mehr lesen 
Manila - Wegen der Bedrohung durch das Zika-Virus hat das philippinische Gesundheitsministerium Frauen ... mehr lesen
Für Frauen auf den Philippinen, die ein Kind möchten, ist Geduld angesagt.
Das Zika-Virus schadet dem Gehirn von Neugeborenen.
Rio de Janeiro - Brasilianische Forscher haben das Zika-Virus in Gehirnen von ... mehr lesen
Rio de Janeiro - In einem Grosseinsatz haben am Samstag in Brasilien rund 220'000 Soldaten und Tausende Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden den Kampf gegen das Zika-Virus unterstützt. Auch Staatschefin Dilma Rousseff nahm in der Olympia-Stadt Rio de Janeiro an der Aktion teil. mehr lesen 
Akupunktur, Tuina, Massage, Laserakupunktur, Taping
Hypnose und Hypnosetherapie in Baden / Aargau
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 17
Das Berner Inselspital stellt die Proben für mehrere Forschungsprojekte und einem grösseren Forscherkreis zur Verfügung.
Das Berner Inselspital stellt die Proben für mehrere ...
Medizinische Forschung  Bern - Das Inselspital nimmt mit der «Liquid Biobank Bern» das derzeit modernste Tiefkühllager für Blut und andere flüssige Bioproben in der Schweiz in Betrieb. Die Biobank soll zur wichtigen Forschungsressource für massgeschneiderte Medizin werden. mehr lesen 
Wegen Zika - Acht Wochen nur geschützt  Genf - Touristen sollen nach ihrer Heimreise aus Zika-Gebieten mindestens acht Wochen auf ungeschützten Sex verzichten. Das riet ... mehr lesen
Zika wird hauptsächlich durch Mückenstiche verbreitet.
Das Zika-Virus kann auch bei Erwachsenen schwerwiegende neurologische Erkrankungen auslösen.
Experten: Europa muss sich auf die Zika-Epidemie vorbereiten Kopenhagen - «Die Zeit ist nicht auf unserer Seite. Das Zika-Virus zeigt nicht nur sein immer hässlicheres ...
In 60 bis 80 Prozent der Fälle verläuft eine Infektion unbemerkt. (Symbolbild)
16 Personen in der Schweiz Zika-infiziert Bern - In der Schweiz sind seit Einführung der Meldepflicht Anfang März 16 Fälle von Infektionen mit dem Zika-Virus festgestellt ...
Titel Forum Teaser
Massagepraxis in Zürich-Oerlikon
Medizin Jobs und Jobs Gesundheitswesen
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 18°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
Basel 17°C 28°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig vereinzelte Gewitter
St. Gallen 17°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig gewitterhaft
Bern 16°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig gewitterhaft
Luzern 18°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
Genf 14°C 29°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
Lugano 19°C 29°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten