Fortschrittlicher Papst gewünscht
publiziert: Sonntag, 10. Apr 2005 / 08:01 Uhr

Bern - Wie eine Umfrage des SonntagsBlick zeigt, soll der Nachfolger von Johannes Paul II. innerkirchlich und bei der Sexualpolitik fortschrittlicher sein als sein Vorgänger.

Papst Johannes Paul II. galt in ethischen Fragen als Hardliner.
Papst Johannes Paul II. galt in ethischen Fragen als Hardliner.
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Johannes Paul IIJohannes Paul II
Die Schweizer Katholiken wollen einen fortschrittlichen Papst.

In der von Isopublic durchgeführten Umfrage befinden 74 Prozent der Katholiken, dass der künftige Papst generell fortschrittlicher sein sollte als der verstorbene Johanes Paul II.

In Fragen der Sexualpolitik wollen 87 Prozent der Befragten einen Papst, der das Verbot von Verhütungsmitteln aufhebt.

Gegen Verhütungsverbot

62 Prozent sind gegen das bestehende Verhütungsverbot. Weiter glauben 74 Prozent, der neue Papst solle das Zölibat abschaffen. Ebenfalls 74 Prozent möchten Frauen ermöglichen, das Priesteramt auszüben.

Bei der Aussenpolitik soll sich der künftigte Papst wie sein Vorgänger in die Weltpolitik einmischen. 92 Prozent erwarten, dass der Papst gegen jede Art von Krieg protestiert.

Die Umfrage im Auftrag des SonntagsBlicks wurde am 6. und 7. April vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Isopublic durchgeführt. Es wurden in der Deutsch- und Westschweiz 1014 Personen befragt, darunter 512 Katholiken.

(bsk/sda)

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