Fourniret und Ehefrau Olivier sollen für immer hinter Gitter
publiziert: Donnerstag, 22. Mai 2008 / 20:54 Uhr

Paris - Lebenslang für den geständigen «Jungfrauenmörder» Michel Fourniret und seine Ehefrau Monique Olivier - das hat die französische Staatsanwaltschaft gemäss Radiobeiträgen gefordert.

Fourniret droht die in Frankreich seltene «reelle lebenslange Haftstrafe», die jede vorzeitige Entlassung ausschliesst.
Fourniret droht die in Frankreich seltene «reelle lebenslange Haftstrafe», die jede vorzeitige Entlassung ausschliesst.
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Beide seien «kaltblütige und grausame Serienmörder, wie sie in unserem Land noch nie vorgekommen sind», sagte Staatsanwalt Francis Nachbar in einem sechsstündigen Plädoyer vor Gericht in Charleville-Mézières.

Dieser Prozess, der zu den spektakulärsten Fällen der französischen Kriminalgeschichte gehört, hat fast zwei Monate gedauert. Ein Urteil wird am Mittwoch kommender Woche erwartet.

Bis zu 15 Frauen ermordet

Der 66-jährige Fourniret, dem die Entführung, Vergewaltigung und Ermordung von sieben jungen Mädchen zwischen 1987 und 2003 vorgeworfen wird, könnte bis zu 15 junge Frauen ermordet haben und schlimmster Serienkiller in Frankreich sein.

Seine 59-jährige Frau die ihn auf der Jagd nach jungen Mädchen regelmässig begleitete, soll ihm bei einem Mord aktiv geholfen haben.

Psychiater halten Fourniret für «unheilbar pervers und manipulierend». Ihm droht die in Frankreich seltene «reelle lebenslange Haftstrafe», die jede vorzeitige Entlassung ausschliesst.

Erst nach Heirat gemordet

Ohne seine Frau hätte die «mörderische Dynamik» Fournirets nicht in Gang gesetzt werden können, meinten die Psychiater. Vor seiner Begegnung mit Olivier 1987 war Fourniret zwar wegen sexueller Gewalt verurteilt worden, hatte aber noch nicht gemordet.

Für die Psychiater ist es ein Rätsel, wieso ein «Wahn nach Jungfräulichkeit» bis zum Mord führen kann. Fourniret hat diese Morde nicht nur begangen, sondern auch noch gerechtfertigt. Seine Verbrechen seien «nur die bedauerliche Folge meiner Suche nach Reinheit» hatte er vor Gericht gesagt.

(fest/sda)

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