Fraktionschef Baader will bis 2011 linientreue Bundesräte
publiziert: Freitag, 6. Jun 2008 / 11:19 Uhr / aktualisiert: Freitag, 6. Jun 2008 / 11:42 Uhr

Bern - SVP-Fraktionschef Caspar Baader will spätestens Ende 2011 wieder zwei Sitze im Bundesrat, «und zwar mit echten SVP-Leuten». Dass die SVP bei jeder Vakanz antreten will, relativierte er aber.

SVP-Fraktionschef Baader möchte wieder linientreue Bundesräte.
SVP-Fraktionschef Baader möchte wieder linientreue Bundesräte.
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«Es macht schon einen Unterschied, ob der Sozialdemokrat Leuenberger zurücktritt, der Freisinnige Couchepin oder der bald parteilose Bundesrat Schmid», sagte der Baselbieter Nationalrat Baader in einem Interview in der Freitagsausgabe der «Basler Zeitung» (BaZ).

«Selbstverständlich» wäre für eine SVP-Kandidatur bei einer Vakanz «entscheidend, wer unser bürgerlicher Partner ist und wer nicht». Das Ziel als Opposition sei zwei echte SVP-Bundesräte bis 2011. Was bis dahin bei Vakanzen geschehe, werde von Fall zu Fall entschieden. Tendenziell werde die Partei jedes Mal antreten.

Blocher für Angriff bei allen Vakanzen

SVP-Vizepräsident und alt Bundesrat Christoph Blocher hatte noch am 11. April in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung» angekündigt, dass die SVP bei jeder Vakanz im Bundesrat antreten werde. Dies sei die Aufgabe der Opposition. «Wir machen nicht Opposition um der Opposition willen.»

Nur mit zwei echten SVP-Bundesräten sei die echte inhaltliche Konkordanz noch zu retten, erklärte Baader weiter. Entweder könne sich die SVP in der Opposition so profilieren, dass ihr die anderen Parteien die beiden Sitze wieder zugestehen würden, oder das System «kippt in eine Mitte-Links- oder Mitte-Rechts-Regierung».

Zweifel an Abspaltung

Die Rolle Blochers in der Partei hält Baader für unverzichtbar. Dessen Erfahrungen seien von grossem Nutzen. Blocher habe viel Zeit, und diese Ressourcen wolle die Partei nutzen. Blocher sei keine Altlast für die Partei.

Baader nimmt weiter an, dass die Berner Parteiabspaltung nicht zu Stande kommt. Bundesrat Samuel Schmid habe dies schon vor zehn Jahren gewollt. Die Mehrheit der Berner SVP stehe aber hinter der Mutterpartei.

(tri/sda)

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Kurz nach Mitternacht
und kurz nach der Arena hab ich Ihren Text noch gelesen. Nur ein paar Anmerkungen:
1. Blocher hat ja Gott sei Dank nie eine Mehrheit der Wähler gewonnen, das spricht fürs Volk! Er hatte aber eine gewisse Anziehungskraft auf die ewig Unzufriedenen. Die wählen halt oft einen, der politisch oder gesellschaftlich gar nicht auf ihrer Seite steht. In Deutschland z. B. bekommt Lafontaine auch Stimmen von der extrem rechten Seite!
2. Mit dem Charme von TB meinte ich seine jugendliche Ausstrahlung, die auf viele Mütter offenbar so anziehend ist. Mich beeindruckt er überhaupt nicht.
Schönes Wochenende
Aber nein .... Blocher und Maurer sind doch nicht ...
... Leute mit Anziehungskraft! Sooo blöd ist auch die Mehrheit der wählenden oder nichtwählenden SchweizerInnen doch nicht!

Auch ich empfand Blocher teilweise als genialen Bluffer, mehr nicht. Wer aufmerksam zuhörte und zuschaute - nicht zuletzt den nonverbalen Teil seiner Turn- und Vokalvorführungen -, der merkte und erkannte den zum teil gemeinen Bluff dieses Mannes. Im Verlaufe der letzten Jahre sind doch immer wieder Menschen oder ganze Volksgruppen schlecht gemacht worden.

Das ist doch keineswegs faire und anständige, glaubwürdige Politik, was er da geboten hat!

JEDOCH, ich meine erkannt zu haben, dass Blocher Kernaussagen gemacht hatte, die auch ich als "richtig" ansah und die durch (besonders) die SP (!!) hätten lanciert werden müssen, anstelle der SVP. Die SP und vielleicht auch die CVP verschlief die Chance, um dringende Themen aufzunehmen - sie schlafen zum Teil immer nocht weiter ... Ich hoffe, das bleibt nicht zu lange noch so!

Blocher hat der SVP (oder war auch der Mörgeli daran beteiligt?) ein Kukuksei ins Nest gelegt.

Die Tonart hätte anders sein MÜSSEN! Nicht auf diese Art und Weise und nicht mit diesen Worten oder auch Verallgemeinerungen, die beim gemeinen (wörtlich) "Volk" gut ankamen ...

Der lachende Toni hatte dann seinen "Charme" in dem Moment verspielt, als er unter Druck geriet und merkte, dass ihn sehr viel weniger Leute "gut" fanden - so wie jetzt gerade wo er gescheite Menschen, SVP-lerInnen und Gegner als überlegen erfahren und erkennen müsste.

Ja, ich denke auch, wenn die SVP es nicht fertig bringt solche junge Persönlichkeiten mit dem Niveau einer Evi Allemann, einer Christa Markwalder, eines Levrat auf die politische Bühne zu hieven, resp. in ihren Reihe zu finden und zu fördern, dann verliert sie in der nächsten Zeit massiv Stimmen. Mit den heutigen Wortschlagenden jungen SVP-NachwuchspolitikerInnen ist doch kein Staat zu machen, meine ich.

Was den "Souffleur" Blocher angeht, so habe ich das Gefühl, dass in diesem Zusammenhang das bei ihm in grossen Mengen vorhandene Geld eine wesentliche Rolle spielt und nicht sein angebliches (ich weiss nicht wo) Charisma ...

Gute Nacht allerseits und einige schöne Sonnentage wieder!
Ettikettierungen
Verehrte Valerie, mit den Ettikettierungen muss man leben, denn die Leute, die sie vornehmen, denken meist nicht weiter als bis zur eigenen Nasenspitze. Sie wollen das auch gar nicht, denn ach wie schön ist ein Vorurteil, das macht das Leben erst so schön einfach.
Ich habe z. B. einmal Jesus zitiert und gleich dazu geschrieben, dass ich kein Christ bin, ihn aber für einen recht guten Philosophen halte; seither bin ich der bessere Christ. Ein anderer schrieb, ich sei ein Stammtischpolitiker. Der einzige Tisch an dem ich politisiere ist der Esstisch zu Hause mit meinen Freunden und meinen Söhnen. Meine Informationen sind die Zeitungen, das TV und Radio, das Internet, Gespräche usw. wie andere das auch tun. Es nehmen auch einige nicht zur Kenntnis, dass ich mich ganz einfach für politische Fairness und Anstand einsetze auf welcher Seite auch immer. Ettikettierungen sind etwas für einfach denkende Geister, das gibt Orientierung! Meine Vorbilder sind Bertrand Russel und Karl Popper, das sind sehr empfehlenswerte Ratgeber und bei der Lektüre hilft kein Vorurteil, da muss man mitdenken!! Speziell bei Karl Popper kommt man mit Vorurteilen gar nicht weit! Freuen wir uns, dass wir nicht allein sind mit unserer Haltung. Ihr Magnus
Nachtrag zu Junge Leute
Selbstverständlich sind noch andere junge Politiker sehr gut und man hört ihnen auch gerne zu. Wenn ich aber Darbellay oder den blitzgescheiten Levrat nenne, bezeichnet man mich als rot, dabei bin ich parteilos und entscheide gerne selber, wem ich die Stimme gebe.
Junge Leute
Sehr geehrter Magnus, Sie haben recht, das ist genau, was ich auch denke. Herr Spuhler sagte, es sollten Junge nachkommen. Das geht aber nur gut, wenn diese überzeugen können und wissen, wovon sie reden, wie eben der junge Wasserfallen, der etwas auf dem Kasten hat. Wenn einer aber nur nachplappert wie Toni Brunner, wirkt er so unglaubwürdig, dass er auch den Bonus verspielt, den man einem Jüngeren ohne weiteres geben sollte. Um über Wirtschaftsfragen diskutieren zu können, sollte man über einen gewissen Bildungsstand verfügen, das sollte Voraussetzung sein. Toni Brunner hat nicht mal Lebenserfahrung, wie z.B. eine Familie.
Totgesagt leben länger
Die anderen Parteien sehen aber auch alle recht "alt" aus, ob sich die trotz ewiggestrigen Parolen (SP), Imagebonus (FDP) und göttlichem Segen (CVP) langfristig halten können ist mindestens so fraglich. Wie sagen die Franzosen doch so schön: reculer pour mieux sauter?
Wunschträume
Blocher und Maurer, das waren die SVP-Leute, welche eine gewisse Anziehungskraft hatten, manchmal auch auf Wähler, die gar nicht so weit rechts stehen als diese Koryphäen selbst. Viele Enttäuschte dachten vielleicht, die räumen da oben mal auf. Wer soll diese beiden ersetzen in der SVP. TB wird seinen Charme bald einmal verspielt haben und ohne den Suffleur Blocher nicht mehr viel bieten können. Und immer nur Protest machen und unsinnige Abstimmungen produzieren, geht nie lange gut!
Auf der anderen Seite machen sich junge, unverbrauchte Leute auf den Weg an die Spitze. Ich denke da an Wasserfallen, Markwalder und auch Levrat oder Darbellay. Wenn sich Herr Baader in Wunschträume ergeht, darf ich das auch: Die SVP fällt wieder auf ca. 15% der Wählerstimmen zurück!
SVP 2011 stärkste Wählerpartei
Ich bin davon überzeugt, dass die SVP auch 2011 die stärkte Partei im Lande sein und den grössten Wähleranteil haben wird. Wieso? - ganz einfach: Die Linksparteien CVP, FDP und SP disqualifizieren sich mit ihrer Art Politik bis dahin sicher selbst. Der FDP Gesundheitsminister macht jedes Mal das Volk sauer, wenn er den Mund aufmacht, SP Verkehrsminister Leuenberger kann meiner Meinung nach schon lange nicht mehr für voll genommen werden und die CVP macht so oder so nur Päckli in der Richtung, woher der Wind weht. Das Eizige was die drei Linksparteien geschafft haben ist, dass die SVP bei der Bundesratswahl auf ihre "meier-schatzsche" Intriege hereingefallen ist.
Moment mal...
Herr Baader geht also davon aus, dass 2011 die SVP immer noch die stärkste Wählerpartei ist? Für wie dumm hält er eigentlich das Schweizervolk? Man sollte das Fell des Bären nie verkaufen, bevor man ihn erlegt hat. Alles klar?
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