France Télécom von Kartellamt zu Millionenbusse verurteilt
publiziert: Samstag, 13. Sep 2003 / 13:37 Uhr / aktualisiert: Samstag, 13. Sep 2003 / 14:38 Uhr

Paris - Das französische Kartellamt hat gegen den Telefonkonzern France Télécom eines der höchsten Bussgelder seiner Geschichte verhängt. Grund ist das wettbewerbschädigende Verhalten des Telefonriesen.

France Télécom muss zahlen.
France Télécom muss zahlen.
Die Wettbewerbshüter erlegten dem Konzern eine Strafe von 40 Mio. Euro (60 Mio. Fr.) auf, weil er seine Kundenkartei zu überhöhten Preisen an Konkurrenzanbieter von Informations- und Auskunftsdiensten verkaufte. Dies teilte das Gremium in Paris mit.

France Télécom habe mehrfach kartellamtliche Anweisungen zur Preissenkung ignoriert und durch seine überhöhten Preise beispielsweise eine Verbilligung von Telefonauskunftsdiensten zum Schaden der Verbraucher verhindert.

Die Kundenkartei des Telefonriesen gilt als einzigartige Datenquelle, da France Télécom vor dem Ende der Monopolstellung exklusiven Zugang zu Daten von Telefonkunden hatte.

Einer Untersuchung des Kartellamts zufolge hatte France Télécom im Jahr 2001 rund 16,7 Millionen Euro durch den Verkauf der Daten eingenommen, hätte dafür aber nur elf Millionen Euro verlangen dürfen. Der Konzern kann gegen die Entscheidung Berufung einlegen.

(rr/sda)

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