SNB-Massnahmen gegen Frankenstärke begrüsst
Frankenstärke: Bundesrat wartet noch ab
publiziert: Montag, 8. Aug 2011 / 19:21 Uhr / aktualisiert: Montag, 8. Aug 2011 / 19:39 Uhr
Bundesrat Johann Schneider-Ammann: Noch nichts Konkretes beschlossen.
Bundesrat Johann Schneider-Ammann: Noch nichts Konkretes beschlossen.

Bern - An einer ausserordentlichen Sitzung hat sich der Bundesrat am Montag mit dem starken Franken befasst. Er teilt die Ansicht der Nationalbank, wonach der Franken erheblich überbewertet und eine energische Intervention in der Geldmarktpolitik nötig sei.

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Konkretes beschloss die Landesregierung nicht. Sie will sich am 17. August und in den kommenden Wochen erneut mit der Situation des Schweizer Frankens befassen, wie Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann vor den Medien sagte.

Vor seiner Sitzung vom Montag liess sich der Bundesrat von Philipp Hildebrand, Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), im Detail über die letzte Woche getroffenen geldpolitischen Massnahmen der SNB informieren. Der Bundesrat begrüsse diese Massnahmen, teilte Bundesratssprecher André Simonazzi in einem Communiqué mit.

Der Bundesrat bekräftige seine bisherige Politik. Insbesondere engagiere er sich dafür, dass die Währungsgewinne weitergegeben werden.

Konjunktursorgen und Schuldenkrise

Johann Schneider-Ammann informierte das Bundesratskollegium über die jüngsten konjunkturellen Entwicklungen und die Lage an den Finanzmärkten. Konjunktursorgen in den USA und die Schuldenkrise in Europa hätten in den letzten Tagen zu herben Verlusten an den Börsen geführt und den Aufwertungsdruck auf den Franken weiter erhöht.

Heute könne man insgesamt davon ausgehen, dass sich die Wirtschaftsentwicklung in den kommenden Quartalen stark verlangsamen werde. Der Bundesrat verfolge die Entwicklung der Situation kontinuierlich weiter.

Schweiz steht im Vergleich gut da

Der Bundesrat erachte die Lage der Schweiz im internationalen Vergleich als besser als in den meisten Nachbarstaaten, heisst es weiter in der Medienmitteilung. Gleichzeitig sei es ihm bewusst, dass die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgt werden müsse.

Der Bundesrat erinnerte daran, dass er Anfang Jahr bereits eine Unterstützungspolitik beschlossen habe. Am 16. Februar sprach er zusätzliche Mittel für die touristische Landeswerbung und die Technologie- und Innovationsförderung. Zudem verfügte er eine Verlängerung zusätzlicher Instrumente der Schweizerischen Exportrisikoversicherung.

 

(fest/sda)

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Es kommen mehr Frankenscheine in Umlauf.
Schweizerische Interventions Bank
Ich gehe mit Ihnen einig, dass die SNB weder den Goldbestand, noch die vielen Euro je verkaufen bzw. kaufen hätte dürfen.

Die SNB wird aber politisiert, vor allem von der SVP und ihrem Parteiblatt Weltwoche. Hildebrand wurde regelrecht zum Staatsfeind Nr1 hochstilisiert von diesen Kreisen.

Der Druck der Hildbrand und die SNB verspürt muss endlos sein.

Hätte die SNB nichts gemacht (keine Euro gekauft) würden aber genau dieselben Leute der Bank dies nun vorwerfen.

Die SNB ist in einer regelrechten Loose-Loose Situation.

Wie gesagt, ich wäre dafür gewesen nichts zu tun. Das ist nun aber vorbei. Die SNB hat A und B gesagt, nun muss sie wohl oder übel auch den Rest des Alphabets runterbeten, sonst hat die SNB für immer ihre Glaubwürdigkeit verspielt und das ist das schlimmste was einer Nationalbank passieren kann.
CHF nicht überbewertet !
Der CHF ist nicht überbewertet wenn andere Währungen aufgrund der vergleichbaren Gesamtsituation ihrer Länder (hohe Arbeitlosenquote, rückläufige Konjunktur, Schuldenberge, unglaubwürdige zerstritten-undemokratische Politik usw.) immer mehr an Wert verlieren. Es ist daher von Staat bzw. der von ihm angeblich ‚unabhängigen Nationalbank’ nicht angebracht, ausgehend von dubiosen negativen Entwicklungs-Prognosen und dem täglichen Auf und Ab an Börse und Devisenmarkt kurzfristig am Wert unserer harten Währung herum zu laborieren. Die NB hat gemäss ihrem Auftrag ohnehin nicht Wirtschaftspolitik im Interesse von einseitigen Bereichen der Volkswirtschaft zu betreiben, sondern für Preisstabilität zu sorgen, welche ja nicht gefährdet ist. Dem Gesamtinteresse der ganzen Gesellschaft und ihrer mit dem CHF lebenden Bürger ist Rechnung zu tragen. Augrund der hohen Vermögensverluste, verursacht durch damals volkswidrigen Verkauf von 60 % des Goldbestandes sowie wirkungslosen 100-Milliarden-Euro-Einkauf dürften Regierung und Nationalbank gewarnt sein. (Gemäss ihrer sonst doch so neo-liberalen Einstellung soll es der Markt nun auch selbst richten !).
Tja denn .....
No worries. It's only money!
Na denn
Augen zu und durch. Allerdings die Augen nur kurz geschlossen halten.

Die SNB hat sich hoffentlich schon überlegt, wie sie das frisch gedruckte Geld wieder einsammelt, wenn der Franken fällt. Sonst geht der Schuss nach hinten los. Andererseits muss sie klar machen, dass sie es ernst meint.

Sie musste was tun, die SNB.
Deshalb erwarte ich diesmal auch keinen Rücktritt der Herren.

Wenn ich mich recht erinnere, hat Hildebrand Euros zu etwa 1.50 gekauft. Auf diese Milliarden Gewinn zu machen, dürfte allerdings verflixt schwierig sein.
.
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