Frankreich-Krawalle gehen weiter
publiziert: Samstag, 12. Nov 2005 / 08:17 Uhr

Paris - In Frankreich haben die Ausschreitungen die 16. Nacht in Folge angehalten. Bis 4 Uhr früh wurden landesweit fast 400 Fahrzeuge in Brand gesteckt, praktisch gleich viele wie in der Vornacht.

Die Polizei hat Angst, dass sich die Gewalt auf die Touristenorte in Paris ausdehnen könnte.
Die Polizei hat Angst, dass sich die Gewalt auf die Touristenorte in Paris ausdehnen könnte.
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Auch die Zahl der Festnahmen hielt sich mit rund 160 in etwa die Waage zur vorherigen Nacht. In einer Satellitenstadt südöstlich von Paris wurde eine Primarschule angegriffen und der dazugehörige Hort zerstört.

In der südfranzösischen Stadt Carpentras schleuderten Unbekannte am Abend zwei Brandsätze auf eine Moschee.

Verletzt wurde niemand. Staatspräsident Chirac und Innenminister Sarkozy verurteilten den Anschlag mit scharfen Worten.

Versammlungsverbot

Für Paris gilt wegen befürchteter Krawalle ab Samstagvormittag ein Versammlungsverbot. Zwischen 10 Uhr am Samstagmorgen bis 8 Uhr am Sonntagmorgen ist jede Versammlung verboten, die zu Unruhen und Provokationen führen könnte, wie die Polizei mitteilte.

Der Polizeichef der Stadt, Pierre Mutz, warnte, die Gewalt könne am Wochenende auch im bisher weitgehend verschonten Zentrum der Hauptstadt ausbrechen.

Am Samstagabend soll die deutsche Fussball-Nationalmannschaft dort gegen Frankreich zu einem Freundschaftsspiel antreten. Es gelten erhöhte Sicherheitsmassnahmen.

Die Krawalle hatten vor über zwei Wochen nach dem Tod zweier Jugendlicher begonnen. Sie waren vor einer Polizeikontrolle in ein Transformatorenhäuschen geflohen und starben dort an Stromschlägen.

(rr/sda)

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