Frankreich: Vogelgrippe bei Hausgeflügel
publiziert: Samstag, 25. Feb 2006 / 08:28 Uhr / aktualisiert: Samstag, 25. Feb 2006 / 10:17 Uhr

Paris - Die gefährliche Vogelgrippe hat erstmals einen Zuchtbetrieb in der Europäischen Union erreicht. In einem Betrieb in Ostfrankreich sei das Virus H5N1 bei verendeten Tieren nachgewiesen worden, teilte das Landwirtschaftsministerium in Paris mit.

Alle Truthähne seien getötet worden. (Archivbild)
Alle Truthähne seien getötet worden. (Archivbild)
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In dem Truthahnzuchtbetrieb in Versailleux im Département Ain waren mehr als 400 der 11 000 Tiere an der Krankheit verendet.

Fünf Mitarbeiter des betroffenen Betriebes werden präventiv medizinisch behandelt. Alle Truthähne des Betriebs seien getötet worden, betonte das Ministerium.

Die betroffenen Gebäude würden derzeit infiziert. Schon vor der Bestätigung der Infektion sei die Beobachtungszone auf 160 Gemeinden ausgedehnt worden.

Es werde untersucht, wie sich die Truthähne die nicht unter freiem Himmel, sondern in Ställen gehalten worden seien, infiziert hätten, hiess es in der Erklärung weiter.

Noch kein H5N1 in der Schweiz

Die ostfranzösische Region Ain grenzt an die Schweiz. Seit Ende letzter Woche sind deshalb in Genf zehn tote oder krank aufgefundene Schwäne sowie andere Wasservögel auf das Vogelgrippe-Virus untersucht worden.

Bisher fielen alle Tests negativ aus; keines der Tiere war Träger des H5N1-Virus.

Auch Norden der Schweiz rückt das Vogelgrippe-Virus immer näher. Bei einer Tafelente, die auf der deutschen Seite des Bodensees tot aufgefunden wurde, wurde das Virus H5N1 nachgewiesen.

Die Vogelgrippe bei der Ente ist durch das auch für Menschen gefährliche Virus Typ H5N1/Asia verursacht worden. Das teilte der Agrarminister von Baden- Württemberg, Peter Hauk, mit.

Das Landratsamt Bodensseekreis richtete eine Sperrzone mit einem Radius von zehn Kilometern ein.

Drittes Gebiet in Deutschland

Innerhalb eines Radius von drei Kilometern wird das Nutzgeflügel kontrolliert, Geflügeltransporte wurden verboten. Dass am Bodensee infizierte Vögel gefunden werden würden, war erwartet worden: Am Bodensee überwintern tausende von Wasservögel oder verbringen umgekehrt ihren Sommer dort.

In Deutschland ist der Bodensee das dritte Gebiet, in dem Vögel gefunden wurden, die am auch für Menschen gefährlichen Virus H5N1 gestorben sind.

Zuerst aufgetreten war die Vogelgrippe auf der Ostseeinsel Rügen. Am Donnerstag war der erste Fall im nördlichen Bundesland Schleswig-Holstein aufgetaucht.

(rr/sda)

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