Frankreich bestellt 50 Millionen H1N1-Impfdosen ab
publiziert: Dienstag, 5. Jan 2010 / 06:52 Uhr / aktualisiert: Freitag, 8. Jan 2010 / 18:01 Uhr

Paris - Nach Kritik an dem massenhaften Einkauf von Impfstoff gegen die Schweinegrippe hat die französische Regierung 50 Millionen Dosen bei den Pharmakonzernen abbestellt.

Damit spart Frankreich werde mehr als die Hälfte der ursprünglich eingeplanten 712 Millionen Euro ein. (Arvchivbild)
Damit spart Frankreich werde mehr als die Hälfte der ursprünglich eingeplanten 712 Millionen Euro ein. (Arvchivbild)
7 Meldungen im Zusammenhang
Damit werde mehr als die Hälfte der ursprünglich eingeplanten 712 Millionen Euro eingespart, sagte Gesundheitsministerin Roselyne Bachelot am Montagabend dem Fernsehsender TF1. Die nicht benötigten Impfdosen seien bislang weder ausgeliefert noch bezahlt worden, der Kauf werde daher storniert.

Die Regierung ziehe damit «die Konsequenzen» aus neuen Empfehlungen der internationalen Gesundheitsbehörden, wonach eine einmalige Impfung zum Schutz vor dem Virus A (H1N1) ausreicht.

Novartis davon betroffen

Betroffen sind nach Angaben des Ministeriums die Pharmafirmen Glaxo-Smith-Kline, Sanofi-Pasteur und Novartis. Frankreich hatte im Sommer insgesamt rund 94 Millionen Impfdosen bestellt, um fast seine gesamte Bevölkerung gegen die Schweinegrippe zu impfen.

Experten waren damals noch davon ausgegangen, dass für einen wirksamen Schutz zwei Injektionen nötig sein würden. Nun reicht aber eine einmalige Impfung. Bisher haben sich zudem trotz massiver Aufrufe der Regierung nur rund fünf Millionen Franzosen impfen lassen.

Bereits am Sonntag hatte die französische Regierung mitgeteilt, sie wolle überzähligen Impfstoff im Ausland verkaufen. Laut dem Gesundheitsministerium in Paris hat das Emirat Katar 200'000 überzählige Dosen gekauft, mit Ägypten verhandelt Frankreich über die Abnahme von zwei Millionen Einheiten.

Gespräche führt die Regierung demnach auch mit Mexiko sowie der Ukraine.

(zel/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Rom - Der italienische Konsumentenschutzverband Codacons hat eine Sammelklage gegen das ... mehr lesen
Lediglich 875'000 Personen liessen sich in Italien impfen.
Bern - Die Schweinegrippe ist in der Schweiz am Abklingen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) rechnet damit, dass die ... mehr lesen
Entwarnung: In zwei bis drei Wochen soll die Pandemie vorbei sein.
Bislang sind etwa fünf Millionen Franzosen geimpft. (Symbolbild)
Paris - Frankreich will einen Teil seiner riesigen Vorräte an Schweinegrippe-Impfstoff so schnell wie möglich loswerden. Diplomaten ... mehr lesen
Bern - Drei weitere Menschen sind in der Schweiz an der Schweinegrippe gestorben. Zwei der Toten gehörten Risikogruppen an. ... mehr lesen
Das dritte Todesopfer wies keine spezifische Vorerkrankung auf. (Symbolbild)
Weitere Artikel im Zusammenhang
London - Die Europäische Arzneimittelagentur (EMEA) hat auf Nebenwirkungen des Schweingrippe-Impfstoffes ... mehr lesen
Die EMEA hat auf Nebenwirkungen des Schweingrippe-Impfstoffes Pandemrix bei Kindern hingewiesen.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 17
Roche widersprach den Ergebnissen in einer Stellungnahme.
Roche widersprach den Ergebnissen in einer Stellungnahme.
Wirksamkeit in Frage gestellt  London/Basel - Jahrelang hat ein Forschergremium mit der Pharmafirma Roche darum gerungen, die Forschungsresultate zur Wirksamkeit des Grippemittels Tamiflu öffentlich zu machen. Nun kommen die Wissenschaftler zum Schluss: Seine Wirkung sei höchstens bescheiden. mehr lesen 2
Gefährlicher Erreger  Atlanta - Die Schweinegrippe, die vor mittlerweile fünf Jahren weltweit mehr als 18.000 Todesopfer gefordert hat, sorgt für neuerliche ... mehr lesen
Der Experte empfiehlt eine Vorsorgeimpfung gegen die Schweinegrippe.
In Spanien sind zwei Menschen an dem tödlichen Virus gestorben. (Archivbild)
H1N1-Virus  Saragossa - Nach dem Ausbruch einer neuen Schweinegrippe-Epidemie mit fast 50 Infektionsfällen im ... mehr lesen  
Etschmayer Am 22. September wird über das neue Epidemiegesetz abgestimmt. Und die Alternativmedizin-Anhänger, Impf-Gegner und Pseudoheiler rufen zum Sturm auf gegen eine ... mehr lesen   11
Epidemologische Zeitbombe: H5N1 - «Vogelgrippe»-Virus
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 12°C 26°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 13°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen 12°C 24°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern 11°C 26°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 12°C 26°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Genf 12°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 16°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten