Frankreich droht die Barrage - Ronaldo & Co. desolat
publiziert: Sonntag, 6. Sep 2009 / 08:31 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 6. Sep 2009 / 16:32 Uhr

Portugal und Frankreich kamen in der WM-Qualifikation nicht über Unentschieden hinaus. Beide haben damit nur noch geringe Chancen, das direkte Ticket für das Turnier 2010 in Südafrika zu lösen.

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Gut sieht es für Italien aus. Der Weltmeister konnte in Georgien dank zweier Eigentore des Milan-Legionärs Kacha Kaladse einen 2:0-Erfolg feiern. Auch Spanien (5:0 gegen Belgien), Dänemark (1:1 gegen Portugal) und die Slowakei (2:2 gegen Tschechien) machten einen weiteren Schritt Richtung Endrunde.

Gruppe 1: Eine Runde für Schweden

In der spannenden Gruppe 1 ist am Samstag vieles für Schweden gelaufen. Die Skandinavier siegten in Ungarn dank eines Tores von Zlatan Ibrahimovic in der 94. Minute 2:1. Mit diesem Erfolg überholten sie Portugal und schoben sich bis auf einen Punkt an den Tabellenzweiten Ungarn heran.

Im zweiten Spitzenkampf trennten sich Leader Dänemark und Portugal 1:1. Die Lusitaner waren im fremden Stadion hoch überlegen, doch sie vergaben zahlreiche hundertprozentige Möglichkeiten und mussten schliesslich gar noch froh sein um das Remis. Dem eben erst eingebürgerten Liedson gelang der Ausgleich erst in der 86. Minute per Kopf nach einem Corner. Ansonsten sündigten Cristiano Ronaldo, Deco und Co. im Abschluss ein ums andere Mal.

Nicklas Bendtner von Arsenal London hatte die Dänen kurz vor der Pause in Führung gebracht. Er nahm mit der Brust eine Flanke gekonnt an und beförderte den Ball via Dropkick in den Netzhimmel. Die Partie in Kopenhagen wurde vom Schweizer Top-Schiedsrichter Massimo Busacca geleitet. Portugal reist nun nach Ungarn, wo ein Sieg Pflicht ist, andernfalls droht das erstmalige Verpassen einer WM- oder EM-Endrunde seit 1998.

Gruppe 3: Status quo pro Slowakei und Slowenien

In der umkämpften Gruppe 3 hat es keine Siege gegeben. Die Partien Slowakei - Tschechien (2:2) und Polen - Nordirland (1:1) endeten mit Unentschieden. Das Remis im «Bruder-Duell» in Bratislava kommt eher der Slowakei zu Gute, die nach wie vor unerwartet an der Tabellenspitze steht. Die Tschechen haben als Fünfter nur noch geringe Chancen auf die WM-Qualifikation. Abschreiben darf man aber auch sie noch nicht. Gelacht haben ob diesen Resultaten dürfte das spielfreie Slowenien.

Gruppe 4: Russischer Pflichtsieg

Russland, der erste Verfolger des spielfreien Leaders Deutschland, gab sich zuhause gegen Liechtenstein keine Blösse. Das Team des Holländers Guus Hiddink siegte in St. Petersburg gegen Liechtenstein 3:0. Roman Pawljutschenko entschied mit einer Penalty-Doublette kurz vor dem Seitenwechsel die Partie zu Gunsten der Gastgeber, die in der 17. Minute durch Wassili Beresuzki 1:0 in Führung gegangen waren.

Der Tabellenletzte aus Liechtenstein, der das Geschehen im zweiten Abschnitt ausgeglichen gestalten konnte, bekundete bei den ersten zwei Treffern allerdings Pech: Das 1:0 erzielte Verteidiger Beresuzki im Anschluss an einen Corner aus offsideverdächtiger Position. Das Penalty-Foul von Yves Oehri an Iwan Denisow, das zum 2:0 führte, war keines. Am Mittwoch treffen die Russen auswärts auf Wales, während Deutschland Aserbaidschan empfängt. Der «Final» um den Gruppensieg zwischen den beiden Favoriten steigt am 10. Oktober in Moskau.

Minime Hoffnungen auf den zweiten Platz darf sich auch noch Finnland machen. Die Auswahl mit den Zürchern Hannu Thininen und Veli Lampi schrammte beim 2:1 in Aserbaidschan knapp an einer Blamage vorbei. Nach seinem ersten Treffer in der laufenden Qualifikation führte das Heimteam bis eine Viertelstunde vor Schluss 1:0, ehe Markus Heikkinen (74.) und Petri Pasanen (85.) das Blatt noch wendeten.

Gruppe 5: Bosnien bleibt im Rennen - Spanien souverän

In der Gruppe 5 darf etwas überraschend Bosnien-Herzegowina weiterhin hoffen. Das Team des ehemaligen Schweizer Nationaltrainers Miroslav Blazevic feierte mit dem 2:0 in Armenien den vierten Sieg in Serie. Für die beiden Tore sorgten nicht etwa die Bundesliga-Stars Vedad Ibisevic und Edin Dzeko, sondern Senijad Ibricic von Hajduk Split (6.) und Zlatan Muslimovic von PAOK Saloniki (73.).

Die Bosnier sind hinter Spanien die klare Nummer 2. In sieben Partien haben sie fünfmal gewonnen, Niederlagen gabs beim unangefochtenen Leader und in der Türkei. Am Mittwoch kommt es zuhause in Zenica zum wichtigen Duell mit den Türken, die vier Punkte Rückstand aufweisen.

Der EM-Halbfinalist Türkei würde noch weiter zurückliegen, wenn er das dramatische Spiel gegen Estland nicht mit 4:2 für sich entschieden hätte. Die Equipe von Fatih Terim tat sich gegen den Aussenseiter aus dem Baltikum eine Stunde lang sehr schwer, ehe Arda Turan und Tuncay Sanli die Entscheidung herbeiführten.

An der Spitze zieht Spanien einsam seine Kreise. Der Europameister fertigte in La Coruña Belgien mit 5:0 ab. Nach drei Toren zwischen der 41. und der 50. Minute waren alle Zweifel beseitigt. David Villa und David Silva trafen je zweimal.

Gruppe 6: England noch nicht durch

Das spielfreie England durfte sich erwartungsgemäss noch nicht über das Ticket für Südafrika freuen. Kroatien (1:0 gegen Weissrussland) und die Ukraine (5:0 gegen Andorra) punkteten wie budgetiert. Das Siegtor für die Kroaten, die am Mittwoch zum Spitzenspiel der Gruppe 6 in England gastieren, erzielte der ehemalige Basler Ivan Rakitic in der 24. Minute mit einem Weitschuss. Für ihn dürfte dieser Treffer Balsam sein, stand er doch zuletzt auf Schalke arg in der Kritik.

Gruppe 7: Frankreich weiter zurückgebunden

Für Frankreich wird die Lage immer brenzliger. Nach dem 1:1 in Paris gegen Rumänien weist die «Equipe tricolore» vier Punkte Rückstand auf das führende Serbien auf. Die Serben könnten sich damit das WM-Ticket bereits am Mittwoch in Belgrad beim Direktduell sichern.

Chancen, sich eine bessere Ausgangslage vor dem Aufeinandertreffen mit Serbien zu schaffen, hatten die Franzosen vor 78'000 Zuschauern im Stade de France reichlich. Schon in der ersten Halbzeit vergaben Thierry Henry, Yoann Gourcuff und Bakary Sagna gute Möglichkeiten. In der zweiten Halbzeit trat das Team von Raymond Domenech noch dominanter auf und wurde rasch durch einen Kopfballtreffer von Thierry Henry (39. Tor im 112. Länderspiel) belohnt.

Doch in der Defensive zeigte der WM-Finalist fatale Schwächen. Julien Escudé produzierte nach einer eher harmlosen Hereingabe ein Eigentor zum 1:1 (56.). Frankreich hat in den letzten sieben Spielen nie mehr als einen Treffer geschossen.

Österreich wahrte dank dem 3:1 gegen die Färöer seine kleine, theoretische Chance auf die WM-Teilnahme. Stefan Meierhofer traf schon nach 49 Sekunden zum 1:0. Im letzten Oktober war das Team von Dietmar Constantini auswärts gegen den selben Gegner nicht über ein 1:1 hinausgekommen.

Gruppe 8: Italien dankt Kaladse

Weltmeister Italien kam in Georgien zu einem wichtigen 2:0-Sieg. Beim Schlusslicht der Gruppe 8 profitierte die «Squadra Azzurra», die zuletzt drei Spiele in Folge ohne Tor geblieben war, von der Mithilfe des georgischen Milan-Verteidigers Kacha Kaladse.

Italiens Premierminister Silvio Berlusconi, im Nebenamt Besitzer der AC Milan, dürfte schon lange nicht mehr so stolz auf seinen Schützling gewesen sein. Kaladse brachte das Kunststück fertig, innerhalb von zehn Minuten (57. und 67.) zwei Eigentore zu schiessen. Zweimal beförderte er eine Flanke aus dem linken Mittelfeld ins Netz -- das erste Mal mit dem Kopf, das zweite Mal sehenswert mit dem Fuss.

Weil gleichzeitig das zweitklassierte Irland auf Zypern dank einem späten Tor von Robbie Keane (83.) 2:1 gewann und auch Bulgarien nach einem 0:1-Rückstand gegen Montenegro noch einen Pflichterfolg feierte, änderte sich an der Ausgangslage wenig. Italien führt die Tabelle mit einem Punkt Vorsprung auf die Iren an und hat zudem ein Spiel weniger ausgetragen.

Gruppe 9: Schottland in der Pole-Position

Schottland hat sich eine hervorragende Ausgangslage geschaffen, um als Gruppen-Zweiter für die Barrage-Spiele im November in Frage zu kommen. Den «Bravehearts» reicht nach dem 2:0 am Samstag gegen Mazedonien am Mittwoch zuhause gegen das bereits als Gruppensieger für die WM qualifizierte Holland ein Punkt, um Platz 2 zu sichern.

Nachdem die Schotten vor der Pause mit den aufsässigen Gästen aus Mazedonien Mühe bekundet hatten, erlöste Scott Brown mit dem 1:0 in der 56. Minute die Zuschauer im Hampden Park. Für den Höhepunkt des Abends sorgte James McFadden, der kurz vor Schluss ein Solo über 50 Meter mit dem 2:0 krönte.

(tri/Si)

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