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Frankreich präzisiert Zeitplan für Truppenabzug aus Afghanistan
publiziert: Freitag, 27. Jan 2012 / 21:09 Uhr / aktualisiert: Freitag, 27. Jan 2012 / 22:49 Uhr
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Präsident Nicolas Sarkozy
Präsident Nicolas Sarkozy

Paris - Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat den Zeitplan für einen Truppenabzug aus Afghanistan präzisiert. Der Rückzug der französischen Soldaten werde Ende 2013 abgeschlossen sein, sagte Sarkozy am Freitag bei einem Treffen mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai in Paris.

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Bereits im Sommer hatte Sarkozy bei einem Afghanistan-Besuch angekündigt, dass die Franzosen bis 2014 den afghanischen Soldaten die Verantwortung für die Sicherheit des Landes übergeben wollen.

Sarkozy will nun bereits ab März 2012 der afghanischen Armee schrittweise die Verantwortung für die Sicherheit in der Provinz Kapisa übertragen. «Die allmähliche Übergabe wird den Rückzug der französischen Kampftruppen ab Ende 2013 möglich machen», sagte Sarkozy. Einige französische Ausbildner könnten aber über den Abzugstermin hinaus in Afghanistan bleiben.

Sarkozy drängt auf vorzeitigen Abzug

Nach bisheriger Planung sollten die französischen Soldaten Anfang 2014 abrücken, spätesten Ende 2014 alle NATO-Einheiten. Im Laufe des Jahres 2012 will Sarkozy 1000 Kampfsoldaten nach Hause holen, 400 mehr als ursprünglich geplant. Frankreich habe die US-Regierung bereits über die Pläne informiert, sagte Sarkozy.

Sarkozy will zudem die NATO zu einem vorgezogenen Ende aller Kampfmissionen in Afghanistan auffordern. Das Militärbündnis solle die Einsätze 2013 - ein Jahr früher als geplant - an die afghanischen Streitkräfte übergeben, sagte der französische Präsident.

Einsatz wird wieder aufgenommen

Er kündigte ausserdem die Wiederaufnahme des Einsatzes der französischen Soldaten in Afghanistan an, darunter auch des Ausbildungsprogramms für afghanische Sicherheitskräfte. Ab (morgigem) Samstag trainierten französische Soldaten erneut afghanische Kameraden, sagte Sarkozy.

Nach dem Tod von vier französischen Soldaten vor einer Woche in Afghanistan hatte der Staatschef einen vorzeitigen Rückzug nicht ausgeschlossen. Die Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte durch die Franzosen war nach dem Attentat ausgesetzt worden.

Ein afghanischer Soldat hatte am Freitag vergangener Woche in der Provinz Kapisa vier französische Soldaten erschossen, die gerade Sport trieben und unbewaffnet waren. Beim Täter handelte es sich möglicherweise um einen Taliban, der sich in der afghanischen Armee anwerben liess.

(asu/sda)

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