Frankreichs Eisenbahner über Streikfortsetzung gespalten
publiziert: Freitag, 16. Nov 2007 / 16:23 Uhr / aktualisiert: Freitag, 16. Nov 2007 / 20:57 Uhr

Paris - In Frankreich ist eine der Bahngewerkschaften aus der Streikfront ausgeschert. Die Gewerkschaft CFDT rief ihre Mitglieder am Abend dazu auf, den Streik auszusetzen.

Es fuhr nur die Hälfte der Regionalzüge.
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Im Gegenzug verlangte sie von der Regierung «den sofortigen Beginn von Verhandlungen» über die Reform der Frührente bei Staatsbetrieben. Damit beteiligen sich noch sechs Gewerkschaften an dem Streik, der am Dienstagabend begonnen hatte.

Die CFDT-Führung schlage ihren Anhängern vor, bei Betriebsversammlungen für eine Wiederaufnahme der Arbeit zu stimmen, erklärte die Gewerkschaft. Sie ist bei der Staatsbahn SNCF die viertgrösste Arbeitnehmervertretung und vertritt generell einen moderaten Kurs.

Sie kündigte ab dem 20. Dezember eine Wiederaufnahme des Streiks an, sollten die Verhandlungen mit der Regierung nicht zufriedenstellend ausfallen.

CFDT-Chef François Chérèque hatte schon am Mittwoch erklärt, eine Aussetzung des Streiks sei möglich, nachdem die Regierung zugesichert hatte, sich an Verhandlungen zu beteiligen.

Schwächung der Protestbewegung

Bei vielen streikenden Eisenbahnern stiess die Kompromissbereitschaft Chérèques und anderer Gewerkschaftsführer jedoch auf Kritik und wurde als unnötige Schwächung der Protestbewegung gesehen. In Betriebsversammlungen wurde deshalb zumeist für eine Fortsetzung des Streiks gestimmt.

Laut SNCF beiteiligte sich am Freitag noch knapp ein Drittel der Beschäftigten an dem Streik nach knapp 43 Prozent am Donnerstag und 61,5 Prozent am Mittwoch. Dennoch kam es erneut zu starken Behindeungen im Zug- und U-Bahnverkehr.

(smw/sda)

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