Französisch immer wichtiger
publiziert: Donnerstag, 19. Dez 2002 / 11:49 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 19. Dez 2002 / 12:33 Uhr

Neuenburg - Französisch ist in der Schweiz in den 90er-Jahren gestärkt worden. Italienisch und Rätoromanisch gingen dagegen weiter zurück. Die sprachliche Integration von Ausländern hat sich deutlich verbessert.

Für 63,7 Prozent der Schweizer Bevölkerung war im Jahr 2000 Deutsch die Hauptsprache (1990: 63,6 Prozent), das heisst die Sprache, in der sie denken und die sie am besten beherrschen. Das zeigt eine Analyse der definitiven Ergebnisse der Volkszählung 2000, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte.

Französisch wurde von 20,4 Prozent als Hauptsprache genannt und verzeichnete mit 1,2 Prozent den grössten Zuwachs gegenüber 1990. Dagegen büssten die beiden Minderheitensprachen Italienisch und Rätoromanisch gesamtschweizerisch 1,1 beziehungsweise 0,1 Prozent ein.

Die Zahl der Personen mit Französisch als Hauptsprache stieg um 12,4 Prozent auf 1,49 Millionen. Damit war das Wachstum doppelt so stark wie bei der schweizerischen Wohnbevölkerung insgesamt (+ 6,0 Prozent).

Der starke Zuwachs erfolgte vor allem in den Kantonen Genf und Waadt, aber auch im französischen Sprachgebiet der Kantone Wallis und Freiburg und in den meisten deutschsprachigen Kantonen. Der Anteil des Französischen nahm sowohl bei den Schweizerinnen und Schweizern (von 20,5 auf 21,0 Prozent) als auch bei der ausländischen Wohnbevölkerung zu (von 13,3 auf 18,0 Prozent).

Der Anteil der Schweizerinnen und Schweizer, die Deutsch sprechen, ging dagegen von 73,4 auf 72,5 Prozent zurück. Dies wurde aber durch den stark gewachsenen Anteil Deutsch sprechender Ausländerinnen und Ausländer mehr als aufgewogen (von 19,6 auf 29,4 Prozent).

(bert/sda)

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