«Besonders gefährlich»
Französische Polizei verhaftet neun Islamisten
publiziert: Dienstag, 25. Jun 2013 / 15:50 Uhr
Die Pariser Polizei geht davon aus, dass die Verdächtigen «zuschlagen» wollten.  (Symbolbild)
Die Pariser Polizei geht davon aus, dass die Verdächtigen «zuschlagen» wollten. (Symbolbild)

Paris - Im Grossraum Paris hat die Polizei eine mutmassliche islamistische Zelle ausgehoben, die Anschläge in Frankreich geplant haben soll. Am Montag wurden sechs Verdächtige im Alter zwischen 22 und 38 Jahren festgenommen. Drei weitere Islamisten wurden am Dienstag in Südfrankreich verhaftet.

Die sechs am Montag festgenommenen Islamisten seien als «besonders gefährlich» einzustufen, teilte der französische Innenminister Manuel Valls mit. Sie hätten in Frankreich «zuschlagen» wollen. Valls bestätigte aber nicht, dass Terroranschläge gegen Persönlichkeiten geplant gewesen seien, wie dies ein Ermittler berichtet hatte.

Nach Polizeiangaben stammt einer der Verdächtigen aus dem westafrikanischen Benin, einer von den Komoren vor Ostafrika und vier haben die französische Staatsangehörigkeit. Alle waren bereits wegen schwerer Straftaten polizeilich bekannt.

Die Festgenommenen sollen in einen Banküberfall im Département Seine-et-Marne im April verwickelt gewesen sein und weitere Raubüberfälle geplant haben. Sie wurden in Levallois-Perret an der nordwestlichen Stadtgrenze von Paris von der Anti-Terror-Polizei verhört.

Erst im Oktober hatte die Polizei eine islamistische Gruppe gesprengt, die verdächtigt wird, ein jüdisches Geschäft in der Nähe von Paris angegriffen zu haben. Die meisten Verdächtigen dieser Gruppe gelten als Straftäter, die zum radikalen Islam konvertierten. Bei der Razzia war ein Verdächtiger in Strassburg erschossen worden, der das Feuer auf die Polizei eröffnet hatte.

Schon länger vom Geheimdienst beobachtet

Unabhängig von den Festnahmen vom Montag wurden am Dienstag drei Islamisten in Südfrankreich festgenommen, die schon länger vom Inlandsgeheimdienst beobachtet wurden, wie Valls weiter mitteilte. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen handelt es sich um ein Pärchen und einen weiteren Mann. Ihnen wird demnach Finanzierung eines Netzwerks zur Rekrutierung von islamistischen Kämpfern im Ausland vorgeworfen.

Seit Anfang des Jahres wurden somit 48 Festnahmen durch den Inlandsgeheimdienst im Zuge des Anti-Terror-Kampfes in Frankreich vorgenommen, 17 der Verdächtigen kamen ins Gefängnis. Im vergangenen Jahr waren es 78 Festgenommene, von denen 21 inhaftiert wurden.

Valls hatte im Mai gesagt, es gebe eine «weltumspannende terroristische Bedrohung», die sich auch gegen Frankreich richte. Mit Verweis auf die islamistische Attentatsserie mit sieben Toten im März 2012 in Südwestfrankreich sagte er, Polizei und Geheimdienste hätten in den vergangenen Monaten mehrere islamistische Zellen auffliegen lassen, die Anschläge in Frankreich vorbereitet hätten.

(fajd/sda)

.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Zahl der Einbrüche ist in der Schweiz seit Jahren rückläufig. So viel zu den guten Nachrichten. Damit das auch so bleibt, ist es wichtig, grundsätzlich auf gutes Material an den Schwachstellen (Türen, Fenster, Tore) zu setzen und zusätzliche Sicherungen zu installieren.
Die Zahl der Einbrüche ist in der Schweiz ...
Publinews Smarter Einbruchschutz  Nahezu alle Diebstahlkategorien weisen eine rückläufige Tendenz auf. 2017 wurden in der Schweiz 4,9 Einbrüche pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner gezählt. Das entspricht 113 Einbruch- und Einschleichdiebstählen pro Tag. 2012 lag diese Zahl bei 202. mehr lesen  
Opfer weiterhin vermisst  Rafz ZH - Die Kantonspolizei Zürich hat am Dienstagvormittag in Rafz ZH zwei Personen verhaftet: Sie stehen unter dem dringenden Verdacht, einen seit dem 22. April vermissten Mann aus Eglisau getötet zu haben. mehr lesen  
Deutlich höhere Zahl  Sydney/London - Mindestens 45,8 Millionen Menschen leben zurzeit weltweit in modernen ... mehr lesen  
In Indien hat es 18,3 Millionen Sklaven.
Der 22-jährige befindet sich seit Samstag auf der Flucht. (Symbolbild)
Flüchtiger Mörder  Aarau - Der flüchtige Mörder, der aus der Psychiatrischen Klinik Königsfelden in Windisch AG ausgebrochen ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • paparazzaphotography aus Muttenz 1
    Foto Sanatorio Liebes news.ch Team, es ist für mich eine Ehre dass sie mein Foto des ... Di, 03.01.17 22:12
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Motor hinten oder vorne war dem Tram in Basel völlig egal! Ob ein Auto über- oder untersteuert, ist nicht von der Lage des Motors ... Mi, 01.06.16 10:54
  • Mashiach aus Basel 57
    Wo bleibt das gute Beispiel? Anstatt sichere, ÜBERSTEUERNDE Heckmotorwagen zu fahren, fahren sie ... Mo, 30.05.16 11:56
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Zugang "Das sunnitische Saudi-Arabien, das auch im Jemen-Konflikt verstrickt ... So, 29.05.16 22:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Pink Phanter-Bande? Am 25. 7. 2013 hat eine Befreiung von Pink Panther-Mitglied Milan ... So, 29.05.16 15:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    ja, weshalb sollte man solches tun? Ist doch krank, Gott zu beschimpfen! Das hat etwas, ... So, 29.05.16 12:12
  • Gargamel aus Galmiz 10
    Warum sollte man überhaupt den Glauben an Gott beschimpfen oder verspotteten? Wie krank ... So, 29.05.16 10:11
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wir sind ja alle so anders als diese "Flüchtlinge". Warum sind auch nicht alle so edel, wie ... Sa, 28.05.16 20:25
Unglücksfälle Zorn über Tötung von Gorilla in US-Zoo Cincinnati - Die Tötung eines Gorillas im Zoo der ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich -2°C 5°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Basel 0°C 7°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 0°C 5°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Bern 0°C 4°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt
Luzern -1°C 2°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wechselnd bewölkt
Genf 0°C 6°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Lugano 2°C 7°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten