Verhüllungsverbot
Französischer Geschäftsmann will Burka-Bussen übernehmen
publiziert: Dienstag, 24. Sep 2013 / 10:38 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 24. Sep 2013 / 13:15 Uhr
Nekkaz bezeichnet sich als Gegner von Verschleierungen, setzt jedoch die persönliche Freiheit über alles.
Nekkaz bezeichnet sich als Gegner von Verschleierungen, setzt jedoch die persönliche Freiheit über alles.

Bern - Der französische Geschäftsmann Rachid Nekkaz würde für im Tessin gebüsste verschleierte Frauen das allfällige Bussgeld übernehmen. Er unterhält bereits einen Millionen-Fonds für betroffene Frauen in Frankreich und Belgien. Beide Länder kennen ein Burka-Verbot.

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Den Fonds, den er 2010 mit einer Million Euro (ca. 1,2 Mio. Schweizer Franken) eröffnete, diene der Verteidigung der Freiheit und der religiösen Neutralität des Staates, teilte Nekkaz am Dienstag mit. Bislang habe er 682 Bussen in der Höhe von 123'000 Euro (ca. 151'000 Schweizer Franken) beglichen.

Er bezeichnet sich als Menschenrechtsaktivist und Gegner von Verschleierungen. Nekkaz setzt jedoch die persönliche Freiheit über alles. Indem er öffentlich die Bussen der Frauen bezahle, die auf den Strassen ihren Niqab tragen, will er «Regierungen und Parlamente lächerlich machen», welche fundamentale Freiheiten nicht respektierten, schreibt er weiter.

Tessin im Visier

Nun nimmt er die Tessiner ins Visier, die am vergangenen Wochenende einer entsprechenden Initiative zugestimmt haben. Diese verbietet das Tragen von Gesichtsschleiern.

Allerdings dürfte das Verhüllungsverbot frühestens in zwei Jahren in Kraft treten, da die eidgenössischen Räte beurteilen müssen, ob das Verbot, wie es nun in der Kantonsverfassung verankert ist, mit der Bundesverfassung vereinbar ist. Danach muss das Tessiner Parlament das Anwendungsgesetz verabschieden.

(asp/sda)

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Gute Idee
"Er unterhält bereits einen Millionen-Fonds für betroffene Frauen in Frankreich und Belgien"
Gute Idee! Allerdings mit einem erheblichen Schönheitsfehler. Statt Bussen zu bezahlen, sollte dieser ehrenwerte Herr doch besser ein "Millionen-Fonds" einrichten, um für integrationsunwillige Muslime Rückreisetickets zu finanzieren und ihnen Unterstützung im Herkunftsland zukommen lassen. Dadurch wäre allen geholfen.
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