Frattini irritiert die Schweiz
publiziert: Dienstag, 16. Mrz 2010 / 07:54 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 16. Mrz 2010 / 08:45 Uhr

Rom - Italien hat im Streit um Schengen-Visa für libysche Bürger den Ton verschärft. Falls es im Konflikt zwischen Libyen und der Schweiz bis am 5. April keine Lösung gebe, werde Italien einen Vorschlag vorlegen, der es Libyen erlaube, das Schweizer Visa-Nein zu umgehen. Die Schweizer sind irritiert.

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«Missbrauch der Schengen-Regeln»: Franco Frattini.
«Missbrauch der Schengen-Regeln»: Franco Frattini.
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Die Äusserungen des italienischen Aussenministers Franco Frattini sind in Bern auf scharfe Kritik gestossen. «Italien übt den Druck gegen die falsche Seite aus», sagte die Präsidentin der Aussenpolitischen Kommission (APK) des Nationalrats, Christa Markwalder. «Italien muss Kritik gegen Libyen üben, nicht gegen die Schweiz», erklärte Markwalder am Montag gegenüber Schweizer Radio DRS. «Es geht nicht an, dass sich ein Nachbarstaat so verhält».

Die Schweiz habe konform mit den Schengenregeln gehandelt. Sobald der in Libyen festgehaltene Schweizer Geschäftsmann Max Göldi ausreisen könne, werde die Schweiz über eine Aufhebung der Einreiseverbote für den Schengenraum «mit sich reden lassen».

Der Vorstoss werde von seinem Land sowie Spanien, Portugal und Malta getragen und am kommenden EU-Aussenministerrat am 22. März vorgetragen, erklärte Franco Frattini

Die neue Regelung zur Erteilung von Schengen-Visa könne dann nach Ostern in Kraft treten. Sie sehe die Möglichkeit vor, Schengen-Visa auch nur für eine begrenzte Zahl von Ländern des Schengen-Raums zu erteilen. Damit können libyschen Persönlichkeiten auch gegen das Nein der Schweiz Visa erteilt werden.

Beim Besuch des italienischen Aussenministers habe Libyen die «tiefe Beleidigung» seines Machthabers Muammar Gaddafi unterstrichen, indem die Schweiz über 150 libysche Personen auf eine schwarze Liste gesetzt habe.

Frattini beharrte auf der Haltung, dass Bern damit die Schengenregeln für politische Zwecke missbrauche. Auch andere EU-Länder hatten eine «sehr weite» Interpretation der Regeln moniert, die eigentlich für Kriminelle und Terroristen gelten.

Malmström: «Schweiz handelte korrekt»

EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström hatte jedoch kürzlich erklärt, dass die Schweiz mit der Massnahme «korrekt» gehandelt habe. Das Aussendepartement in Bern wollte zu den Äusserungen von Frattini keine Stellungnahme abgeben.

Ein Thema beim Besuch war auch der in Libyen im Gefängnis einsitzende Schweizer Max Göldi. Frattini erklärte, dass sich Tripolis einer Lösung nicht widersetze. Das Dossier des seit 600 Tagen in Libyen festgehaltenen Schweizers werde von der libyschen Justiz «ohne jegliche negative Vorurteile» behandelt, erklärte er gemäss Ansa.

Die missliche Situation beeinträchtigt die Gesundheit des Schweizers mehr und mehr. Nach Angaben von Amnesty International ist Göldi gesundheitlich angeschlagen.

(fkl/news.ch)

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Ja, ich denke dass Italien, immer noch, ein höchst unzuverlässiger ...
...Partner ist und wäre ... So gesehen und wie Sie es wissen, macht sich halt wirklich wieder einer der Italo-Spieler eine Situation zunutze, die es ihm, resp. Italien erlaubt, mit nichts eine grosse Geschichte zu inszenieren -

Ob da der Ghadaffi hier doch noch seinen offenbar geschrumpften Geist noch einmal aufblitzen lassen kann ..... Alle Anzeichen deuten, meine ich, aber darauf hin, dass dieser Despot recht krank zu sein scheint - er kann sich gegenwärtig ja auch nicht in der Schweiz ärztlich behandeln lassen ...! (:- ))
Niente
Der Tagi erklärt es:

"Denn das Ultimatum vom 5. April, das Frattini am Montag erwähnte, ist nichts anderes als das Datum, an dem der neue Schengen-Visakodex in Kraft tritt. Dieser wurde letztes Jahr beschlossen und sieht unter anderem ein Visa mit «räumlich beschränkter Gültigkeit» vor. Es kann von einem Schengenstaat ausgestellt werden, aber für mehrere Schengenländer gültig sein."

Also macht Frattini eigentlich was italienische Politiker am besten können: Nichts. Aber grosse Klappe und beim Diktator einschleimen.
Hallooo Midas ...
Neiabou! Sie sagen - trotzdem "...Ich liebe Italien, wie die meisten Schweizer. Gerade darum hat dieses Land diese Regierung nicht verdient."

DOCH, eben gerade darum (!) hat Italien diejenige Regierung, die es verdient! Diese Rechtspoulisten sind nun wirklich Abschaum vom "Feinsten" !

Auch wir habe ja unseren Merz und ... genau so verdient - wer sagt denn, dass wir - immer noch stur - soviele Bürgerliche wählen müssen. Diese machen ja seit Jahren, Jahrzehnten nichts mehr, was der Mehrheit des Volkes nützt, sondern nur, was NUR ihnen selbst nützt !
Un Italiano vero
Schöner Song.

Unser Bundespräsident könnte wenigstens nicht die Gesetz so hinbiegen, das es für ihn passt, er für das Gesetz gleicher als gleich ist und straffrei ausgeht.

Ja haben wir auch gemacht. Auch die Schweizer Wirtschaft hat Verbrecher unterstützt. Aber lieber Perles, da ist schon ein kleiner Unterschied. Einen Kriminellen als Bundespräsidenten hatten wir meines Wissens noch nie.

Mittlerweile können geächtete Despoten in der Schweiz schon seit Jahren kein Konto mehr eröffnen. Da haben wir unsere Hausaufgaben im Gegensatz zu anderen gemacht und sogar Gelder an Regierungen zurückbezahlt. Bei der Geldwäschereibekämpfung und Korruption sind wir Italien meilenweit voraus.

Lesen Sie bitte nochmals Ihren Satz der letzten Post, Zitat:

"Warum sollten sich die Mittelmeerstaaten (Malta, Portugal, Italien, Spanien) Probleme aufhalsen"

Und jetzt vergleichen Sie mal die PIGS, also die Pleitestaaten, mit Ihrem Satz oben. Gib mir ein P! Gib mir ein I! Gib mir ein S! Genau Portugal, Italien, Spanien. Die Staaten die den griechischen Wein trinken geben sich die Ehre. Ein Schelm wer da schlecht denkt.

Im Gegensatz zu Griechenland beherrscht Italien wenigstens das 11. Gebot: "Du sollst Dich nicht erwischen lassen!"

Ich liebe Italien wie die meisten Schweizer. Gerade darum hat dieses Land diese Regierung nicht verdient.
Schengenraum: jeder für sich / EU, EUR, zusammen gewürfelt: keine Einheit
Libyen verkehrt die Regeln: was für Libyen rational, ist für die übrige Welt IRRational.

Der Schengenraum - sowie als auch die EU - zerfällt allmählich wegen Partikularinteressen

Die Italiener haben ganz einfach Schiss! Italien ist Libyens grösster Handelspartner und befürchtet ein Embargo Libyens gegen Italien. Dies ist eine Fehleinschätzung. Frattini macht sich bei Ghadafi lieb Kind und schwächt mit seinem Vorpreschen die gesamte EU. Sollte Libyen den gesamten Schengenraum auf die schwarze Liste setzen, bricht ein Grossteil des Handels weg. Export (68%) und Import (51%)

Die EU tut gut daran, gegenüber den Libyern die Klinge zu zeigen. Sonst wird Europa allmählich zum Gespött der gesamten arabischen Welt.

Quelle CIA Factbook
URL: https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook
Libya EXPORTS to: Italy 37.5%, Germany 11.9%, France 7.3%, Spain 6.8%, US 6.3%, Switzerland 4.5% (2008)
Libya IMPORTS from: Italy 22.2%, China 9.3%, Germany 8.6%, Turkey 6.1%, Tunisia 5.8%, South Korea 4.7%, US 4.1%, France 4.1% (2008)
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Italy EXPORTS to: Germany 12.7%, France 11.2%, Spain 6.5%, US 6.2%, UK 5.2% (2008)
Italy IMPORTS from: Germany 15.9%, France 8.5%, China 6.2%, Netherlands 5.3%, Libya 4.6%, Russia 4.2% (2008)
Libyen den Krieg erklären
Wir haben doch die beste Armee der Welt - ha ha. Die Israelis würden Libyen angreifen und die ganze Infrastuktur des Landes zerstören, Splitterbomben abwerfen und Tausende unschldige Zivilisten töten. Dieses Land nennt sich auch demokratischer Rechtsstaat und mit denen pflegen wir auch enge Beziehungen und sogar militärische Zusammenarbeit. Für mich ist das genau so ein Terrorstaat wie Libyen.
Lieber Midas
Sobald Max Göldi wieder zuhause ist, wird die schweizerische Wirtschaft alles daran setzen die Beziehungen mit Libyen wieder zu "normalisieren". Denn der Rubel muss rollen. Apropos Verbrecher und Berlusconi und Konsorten. Wenn ich mich recht erinnere, so hat doch Gaddafi einige Milliarden von Schweizer Bankkonti abgezogen, also machen wir doch auch mit Mörder und Terroristen Geschäfte. Vielleicht hat ja auch Berlusconi sein Scherflein im Tessin.
Ja, ich neige mehr und mehr auch dazu, dass jetzt ...
... die Frage über den Gesundheitszustand von Max Göldi eher wichtiger ist, als die "Angst" der Schweiz, sich zu blamieren ... Was bisher gelaufen ist, auch durch Merz' Aktionen, war wohl nicht sehr gekonnt und hat das seine beigetragen, dass sich der Herrscher in Tropolis recht dumm vorkommen musste ... respektive, dass die Schweiz nicht imstande zu sein scheint, dass an solch wichtiger Funktion nicht der Beste der Besten eingesetzt worden ist! Wohl, weil es keinen Besten gegeben hatte und immer noch nicht gibt ..... Das gibt auch mir schon lange zu denken ...!

Dass solches nicht geschieht, das hätte ich unseren Bundesbehörden denn doch schon noch zugetraut zu verhindern!

Aber eben, die Wirtschaftspartei FDP, die Liberalen ist wohl eher zur FDP, die Versager, abgesunken.

Da gibt es einfach zuviel Geld und dieses macht offensichtlich faul und behäbig ...

Das reicht einfach nicht, meine ich, um dann auch immer wieder den Führungsanspruch geltend zu machen ....!

Nun, ich denke, das Stimmvolk wird jetzt dann doch ENDLICH sehen, was da für ein Schlamassel angerichtet wurde und seit eh und je die Arbeit der FDP, die Liberalen gewesen ist .... Couchepin, Merz lassen grüssen!
Lieber Perles
Im Punkt mit den Fotos bin ich mit Ihnen voll einverstanden. Göldi sitzt im Gefängnis, während zwei Feiglinge in Genf sich die Hände in Unschuld waschen. Die Veröffentlichung war nicht richtig.

Bei Italien aber gilt, Verträge sind da um eingehalten zu werden. Die Schweiz hält sich an den Schengenvertrag, der dies erlaubt. Wäre dem nicht so, wäre diese Sperre schon längst weg. Dass Italien einseitig Partei für Lybien nimmt ist lächerlich.

Ausserdem, wenn es Italien beliebt aus wirtschaftlichen Gründen lieber einen Diktator und Mörder als ihr demokratisches Nachbarland zu unterstützen, bitte schön. Ihre Einstellung die Flüchtlinge lieber Libyen als Europa zu überlassen ist auch die einfachste Art sich blind und taub zu stellen.

Was soll man schon von einem Land erwarten, in dem der Premier auch ein Verbrecher ist. Gleich und gleich gesellt sich gern. Schalten Sie Canale 5 ein und schauen Sie ein paar Showgirls zu. Das beruhigt ungemein während die Tagesschau nur aufregt. Die italienische Regierung ist seit Jahren erfolgreich damit.
Schweiz konform gehandelt ? ?
Warum sollten sich die Mittelmeerstaaten (Malta, Portugal, Italien, Spanien) Probleme aufhalsen (mehr Bootsflüchtlinge) weil die Schweiz mit Libyen ein Problem hat. Wir schauen doch auch immer zuerst für uns. Abgesehen davon war wohl die Publikation der Polizeifotos von Gaddafis Sohn auch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Dem verantwortlichen Chefredaktor der "Tribune de Genève", der sich dafür nicht entschuldigen will, ist das Schicksal von Max Göldi doch scheissegal. Hauptsache man bleibt stur.
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Jetzt erst ist die Libyenkrise beendet.
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Insgesamt waren noch rund 265 Millionen Franken an libyschen Vermögenswerten in der Schweiz blockiert.
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Die EU unterstützt die Erholung der libyschen Wirtschaft und die neuen Behörden.
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UNO-Sicherheitsrat
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Alt-Bundesrätin Micheline Calmy-Rey.
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Aussenministerin Micheline Calmy-Rey.
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Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey äussert ihr Mitleid (Archivbild).
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Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey äussert ihr Mitleid (Archivbild).
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