Frau auf Marktplatz erschossen - 20 Jahre Zuchthaus
publiziert: Freitag, 10. Nov 2006 / 22:02 Uhr

Basel - Das Basler Strafgericht hat einen 56-jährigen Türken wegen Mordes zu 20 Jahren Zuchthaus verurteilt. Er hatte im Juni 2004 mitten auf dem belebten Basler Marktplatz seine Ehefrau in einer Telefonzelle erschossen.

20 Jahre hinter Gitter für diese brutale Tat.
20 Jahre hinter Gitter für diese brutale Tat.
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Das Gericht ging davon aus, dass der Angeklagte die Tat schon seit längerem geplant hatte. Der Tatentschluss sei gereift, als er erkannt habe, dass die Ehefrau sich endgültig von ihm trennen wollte, hielt der Gerichtspräsident in der mündlichen Urteilsbegründung fest.

Wie von der Staatsanwältin beantragt, qualifizierte das Gericht die Bluttat als Mord. Als Motiv nannte der Gerichtspräsident die Wiederherstellung der verletzten Ehre. Der Angeklagte habe dem Opfer seine Existenzberechtigung abgesprochen, weil sich die Ehefrau seinen Wünschen nicht habe unterordnen wollen.

Auch die Tatausführung selbst und das Verhalten nach der Tat seien von besonderer Skrupellosigkeit geprägt, befand das Gericht. Der Angeklagte sei kompromisslos und mit grösster Brutalität vorgegangen.

Nach den tödlichen Schüssen hatte er sein Opfer aus der Telefonkabine gezerrt, «wie ein totes Tier», sagte eine Augenzeugin.

Ein Schrecken erregendes Bild

Die vor Gericht verlesenen Aussagen der Tatzeugen zeichnen ein Schrecken erregendes Bild. «Er sah aus, als ob er sein Werk bewundern würde», sagte ein Tatzeuge. Er habe die getötete Frau den Blicken der Öffentlichkeit ausgesetzt und sein Werk zur Schau gestellt, sagte der Gerichtspräsident.

Ein Mithäftling berichtete, der Angeklagte habe ihm gesagt, seine Frau zu töten, sei das einzig Richtige gewesen.

Bei der Strafzumessung fiel unter anderem der vom Gericht festgestellte krasse Mangel an Einsicht und Reue belastend ins Gewicht. Der Angeklagte habe kein Wort des Mitgefühls für das Opfer geäussert. Negativer Höhepunkt sei das Schlusswort gewesen, sagte der Gerichtspräsident.

Der Angeklagte hatte nach den Plädoyers festgehalten, dass er nie, seine Frau jedoch immer gelogen habe.

(smw/sda)

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