Frauen-Anteil im Parlament: Schweiz fällt zurück
publiziert: Mittwoch, 7. Mrz 2007 / 13:10 Uhr

Genf - Die Schweizer Frauen sind im internationalen Vergleich schlecht im Parlament vertreten: Gemäss der jährlichen Klassifizierung der Interparlamentarischen Union (IPU) ist die Schweiz vom vom 27. auf den 31. Rang zurückgefallen.

Der Frauenanteil in der Schweiz ist seit 2003 stabil geblieben.
Der Frauenanteil in der Schweiz ist seit 2003 stabil geblieben.
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Vor zwei Jahren war die Schweiz sogar noch auf dem 22. Rang. Sie verliert Ränge, weil die parlamentarische Vertretung der Frauen seit den Eidgenössischen Wahlen 2003 stabil geblieben ist - im Gegensatz zu anderen Ländern, wo der Anteil stetig zunimmt.

Der Anteil der Frauen beträgt im Nationalrat derzeit 25 Prozent und im Ständerat 23,9 Prozent. Möglicherweise werden aber die Eidgenössischen Wahlen im Oktober die absteigende Tendenz der Schweiz umkehren.

Spitzenreiter bezüglich der Frauenvertretung im Parlament ist ein afrikanisches Land: Ruanda mit 48,8 Prozent. Es folgen Schweden mit 47,3 Prozent und Costa Rica mit 38,6 Prozent auf den Plätzen zwei und drei.

Die nachfolgenden Plätze werden fast ausschliesslich von nordeuropäischen Ländern belegt: Finnland (38 Prozent), Norwegen (37,9 Prozent) und Dänemark (36,9 Prozent) sowie die Niederlande (36,7 Prozent).

Österreich und Deutschland besser als die Schweiz

Zwei Nachbarländer sind auf der Liste weiter oben als die Schweiz: Österreich belegt mit 32,3 Prozent den 14. Rang, gefolgt von Deutschland mit 31,6 Prozent auf dem 15. Rang.

Frankreich dagegen landet mit 12,2 Prozent abgeschlagen auf dem 86. Platz. Auch Italien, das letztes Jahr das Parlament erneuert hat, ist mit 17,3 Prozent auf dem 63. Platz nicht wesentlich besser platziert.

Ein positives Signal, was die Vertretung der Frauen im Parlament betrifft, gibt die Schweiz immerhin aber mit der weiblichen Präsidentin des Nationalrats: Christine Egerszegi-Obrist (FDP/AG) ist dieses Jahr höchste Schweizerin. Nur 35 andere Länder haben eine Frau unter insgesamt 262 Kammerpräsidenten.

(rr/sda)

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