Frauen als Tsunami-Opfer
publiziert: Samstag, 26. Mrz 2005 / 09:28 Uhr

London - Die meisten Opfer des Tsunami vor drei Monaten in Südostasien waren Frauen. Zu diesem Schluss kam eine Untersuchung der unabhängigen britischen Hilfsorganisation Oxfam.

In den betroffenen Gebieten sind bereits Berichte von Zwangsehen bekannt.
In den betroffenen Gebieten sind bereits Berichte von Zwangsehen bekannt.
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So habe das Seebeben bis zu vier Mal so viele Frauen wie Männer getötet.

Oxfam, die die Zahlen am Samstag veröffentlichte, nannte dafür mehrere Gründe: "In den Küstenorten seien die Frauen meist daheim bei den Kindern geblieben, während sich ihre Männer zum Fischen auf See aufhielten."

Auf dem Meer seien die Überlebenschancen höher gewesen. Ausserdem hätten weniger Frauen als Männer schwimmen oder auf Palmen klettern können.

In einigen Dörfern scheinen Frauen bis zu 80 Prozent der Todesopfer auszumachen, sagte die Oxfam-Direktorin Becky Buell.

Das dadurch entstandene Ungleichgewicht könne in den nächsten Jahren zu grossen Problemen führen: "Wir hören bereits von Vergewaltigungen, Schikanierungen und Zwangsehen in jungen Jahren."

Oxfam ermittelte für die Studie in acht Dörfern in der indonesischen Provinz Aceh auf Sumatra die Zahl der Überlebenden und ihr Geschlecht und verglich dies mit der Bevölkerung vor der Katastrophe. Ausserdem lagen Oxfam Zahlen aus Indien und Sri Lanka vor.

Der Tsunami hatte am 26. Dezember 2004 weite Abschnitte der Küsten Asiens verwüstet und rund 300 000 Menschen in den Tod gerissen.

(bsk/sda)

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