Geschlechterdifferenz löst sich bei einstimmigen Gesprächen auf
Frauen in der Unterzahl sprechen weniger als Männer
publiziert: Freitag, 21. Sep 2012 / 11:45 Uhr
«Auch in Gruppen unterschiedlicher ethnischer Zugehörigkeit lässt sich eine Unsichtbarkeit der Minderheit beobachten» (Archivbild)
«Auch in Gruppen unterschiedlicher ethnischer Zugehörigkeit lässt sich eine Unsichtbarkeit der Minderheit beobachten» (Archivbild)

Frauen reden in gemischten Gruppen bis zu 75 Prozent weniger als Männer, wenn sie in der Unterzahl sind. Das hat eine neue Studie der Brigham Youngder Princeton Universität ergeben. Einen Gleichstand gibt es jedoch, wenn die Teilnehmer dazu aufgefordert werden, einstimmig über einen Sachverhalt zu bestimmen, anstatt die Mehrheit entscheiden zu lassen.

Dieser Übereinstimmungsansatz ermächtigt Frauen zu sprechen, auch wenn sie in der Unterzahl sind. Für die Studie wurden 94 Gruppen mit jeweils mindestens fünf Personen beobachtet.

Minderheitsprinzip oft bestätigt

«Auch in Gruppen unterschiedlicher ethnischer Zugehörigkeit lässt sich eine Unsichtbarkeit der Minderheit beobachten», erklärt Martina Gugglberger, Wissenschaftlerin für Frauen- und Geschlechterforschung der Johannes Kepler Universität Linz, im Pressetext-Interview. Diese Beobachtung sei ein gewöhnliches soziales Phänomen, die jedoch nicht rein geschlechtsspezifisch differenziert wird.

In Gruppengesprächen ist demnach unter anderem von Bedeutung, welche Rolle eine Person innehat und um welche Peer Group es sich handelt. «Medienanalysen belegen jedoch, dass Männer prinzipiell einen grösseren Gesprächsanteil als Frauen aufweisen, was schon ein geschlechtsspezifischer Unterschied ist», so Gugglberger.

Unterschiede zwischen Frauen erheblich

Die Linzer Geschlechterforscherin betont, dass Unterschiede zwischen Frauen mindestens genauso erheblich sind, wie zwischen Männern und Frauen. In früheren Studien wurden Mädchen und Jungen in geschlechtshomogene Gruppen getrennt. Dabei stellte sich heraus, dass Stereotype, die in gemischten Gruppen deutlich hervorgingen, in den homogenen untergraben wurden.

«Der Stereotyp, dass sich Mädchen nicht für Mathematik interessieren, wurde in den geschlechtshomogenen Gruppen ausgelöst», so Gugglberger. Zusätzlich ändert sich in reinen Frauengruppen das Rede- und Dominanzverhalten der Partizipierenden, sowie das gesamte Auftreten. Machtkämpfe unter Frauen werden sogar überbetont wahrgenommen.

(bert/pte)

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Claudio Beretta ist Doktorand in Umweltwissenschaften an der ETH Zürich.
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