Frauen verdienen nach wie vor weniger
publiziert: Freitag, 12. Jun 2009 / 15:31 Uhr

Bern - Frauen verdienen im Schnitt nach wie vor weniger als Männer. Allerdings hat sich die Situation bei den Lohnunterschieden in den letzten Jahren etwas verbessert, wie eine Studie des Bundesamtes für Statistik (BFS) und des Eidg. Gleichstellungsbüros feststellt.

Der Unterschied verringert sich kontinuierlich langsam.
Der Unterschied verringert sich kontinuierlich langsam.
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Markant weniger Frauen als Männer müssten heute mit tiefen Löhnen unter 3000 Franken netto auskommen. Parallel dazu seien auch die diskriminierenden Lohnunterschiede geschrumpft, heisst es in der Studie «Auf dem Weg zur Lohngleichheit». Doch Frauen sind in Branchen mit tiefen Löhnen nach wie vor übervertreten.

Obwohl der Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit seit 1981 in der Bundesverfassung verankert ist, gibt es noch immer eine Lohnschere: 2006 verdienten Frauen in der Privatwirtschaft im Schnitt knapp ein Viertel oder 1747 Franken weniger als Männer.

Der Unterschied verringert sich kontinuierlich, aber langsam. Die durchschnittliche Lohndifferenz ist in acht Jahren (1998-2006) lediglich um 0,5% kleiner geworden.

40 Prozent diskriminierend

60 Prozent dieser Lohnunterschiede sind erklärbar durch Faktoren wie die persönliche Qualifikation. 40 Prozent aber sind nicht erklärbar und damit diskriminierend.

Im Baugewerbe und im Verkehr- und Transportwesen sind die Lohnunterschiede zwischen Mann und Frau ausserordentlich hoch. Am niedrigsten sind sie in der Informatik, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie bei den Finanzdienstleistern.

Frauen in Top-Positionen im Dienstleistungsbereich müssen nicht nur die höchste Lohndifferenz (von 31 Prozent) hinnehmen, sondern auch den grössten Anteil an nicht erklärbaren, das heisst diskriminierenden Faktoren.

(ht/sda)

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